Bin ich genug?

Als Kind habe ich mir keine Gedanken dazu gemacht ob ich genug bin. Ich habe einfach gelebt, gelacht, vertraut und durch Fehler gelernt. Später im Teenager-Alter habe ich dann das erste Mal bemerkt, dass die Erwachsenen irgendwie anders damit umgehen. Sie stellen sich Fragen, die mir damals nie in den Sinn gekommen wären: «Bin ich schön genug?» «Bin ich eine gute Mutter bzw. ein guter Vater?» «Was denken die anderen über mich, wenn sie wüssten, dass ich eigentlich Schulden habe?» «Was kann ich überhaupt verändern in dieser Welt?».

Als Kind hatte ich nur meine Träume, etwas zu verändern und habe mir überlegt, wie das gehen sollte. Ich kam auf den Schluss, dass ich kleine Briefchen zeichne und diese dann einfach den Menschen auf der Strasse schenke. Als dann diese Fragen auch in meinem Kopf aufkamen, fragte ich mich, ob das nicht etwas peinlich ist und was das überhaupt auslöst. Ich hörte damit auf.

Doch Jesus sagte: »Lasst die Kinder zu mir kommen und haltet sie nicht zurück, denn Menschen wie ihnen gehört Gottes himmlisches Reich.«
Matthäus 19:14 HFA

Warum sagt Jesus das? Ich habe die letzten Jahre mit Kindern gearbeitet und einige großartige Eigenschaften in ihnen bemerkt. Sie vertrauen den Erwachsenen blind. Was die erzählen MUSS stimmen.
Vertraue ich Gott und seinem Wort auch so?
Kinder vertrauen, dass der Erwachsene sie auffängt, wenn sie irgendwo runterspringen.
Vertraue ich Gott, dass er mich nie allein lässt?
Und wenn sie sich verletzen, suchen sie die Person zu denen sie am meisten Vertrauen haben und lassen sich trösten.
Lasse ich mich von Gott trösten oder bin ich zu stolz?

«Seht doch, wie sehr uns der Vater geliebt hat! Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt – und wir sind es wirklich! Als seine Kinder sind wir Fremde für diese Welt, weil Gott für sie ein Fremder ist.»
1. Johannes 3:1 HFA

Er nennt uns seine Kinder! Wir sind seine Kinder. Wir sind Kinder des Schöpfers, des Königs aller Könige. Wir sind Kinder dessen, der die Macht über ALLES hat.

Die Fragen, welche ich mir als Teenager und als Erwachsener stelle, sind beantwortet durch diesen Fakt. Wir sind seine Kinder. Wir sind SCHÖN, weil er uns voller LIEBE kreiert hat. Wir sind genug, weil er uns annimmt. Wer wir sind liegt in ihm, also können Standards und Massstäbe dieser Welt nicht bestimmen wie wertvoll ich bin, weil mein Schöpfer meinen Wert schon lange ausgesprochen hat. Ich habe bemerkt, dass ich einfach egoistisch war, als ich mir diese Fragen gestellt habe. Es ging dabei um mich und nicht um seinen Plan.

Vertraue ich auf die Liebe meines Vaters wie ein Kind?
Vertraue ich auf die Liebe meines Vaters im Himmel?

Wenn du diese Fragen mit «Nein» beantwortet hast, gibt es gute Neuigkeiten für dich: Dein Vater hat ALLE Macht! In seinem Namen kannst du Zweifel einfach wegspicken und deinen Blick von deinen Sorgen auf ihn richten.

Naëmi liebt Kinder, Jesus und gute Gemeinschaft. Sie strahlt ein Selbstbewusstsein aus, das von oben kommt. Sie blüht in ihrer Identität als Kind Gottes richtig auf!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.