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Singen ist Medizin und verbindet

Singen ist eine der ältesten Ausdrucksmöglichkeiten des Menschen. In den Kirchen wird bis heute viel gesungen. Singen ist ein wesentlicher Bestandteil jedes Gottesdienstes und ein wichtiges Merkmal der Kirche. Ohne Singen ist die Kirche kaum vorstellbar und nirgendwo in der Gesellschaft wird noch so viel gesungen. Hinzu kommt: Wer regelmässig singt, bleibt länger gesund. Regelmässiges Singen ist so gesund, dass es eigentlich ärztlich verordnet werden sollte.

«Wo man singt, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen kennen keine Lieder», erklärte der 1810 verstorbene deutsche Schriftsteller Johann Gottfried Seume. Singen verbindet. Alle tun etwas miteinander. Jeder ist gefragt. Das Singen in einer grossen Gruppe von Gleichgesinnten kann rasch zu einer fröhlichen Stimmung führen. So sagte Franz von Assisi: «Schon ein ganz kleines Lied kann viel Dunkel erhellen». Gemeinschaft vertreibt so die Traurigkeit oder eine melancholische Stimmung. Auch körperlich sind die Singenden relativ aktiv. So stehen sie zum Beispiel bei den Gospelsongs und klatschen, tanzen und bewegen sich im Rhythmus. Bekannt ist der mehrfache Aufruf in den Psalmen: «Singet dem Herrn ein neues Lied» ist eine Aufforderung, die nicht nur in den bekannten Psalmen 96 und 98 steht. Er ist auch in weiteren Psalmen (33,3 / 40,4 / 144,9 / 149,1) zu lesen.

Singen als Überlebensstrategie

Über die Stimme und insbesondere über die Singstimme kann man den vielen täglich aufgenommenen Eindrücken einen Ausdruck verleihen. «Im Konzentrationslager von Sachsenhausen war Singen eine Überlebensstrategie. Es waren Liederbücher im Umlauf», erklärt Juliane Brauer, Historikerin und Musikwissenschaftlerin zum «Tagesspiegel». «Singen ist eine universelle, biologisch verankerte Fähigkeit des Menschen», betont Stefanie Stadler Elmer, Professorin für Entwicklungspsychologie an der Universität Zürich. Der bekannte Geiger, Bratschist und Dirigent Yehudi Menuhin sagte deshalb nicht überraschend: «Singen ist die eigentliche Muttersprache des Menschen.»

Singende leben länger und gesünder

Schon seit einigen Jahren wird Singen im therapeutischen und klinischen Bereich angewandt. Zum Beispiel bei Alzheimer-Patienten, die über ein ihnen bekanntes Lied plötzlich wieder Zugang zu verloren geglaubten Erinnerungen erhalten. Oder Schlaganfall-Patienten, die über den Gesang zum Sprechen zurückfinden. Singen ist auch Vorsorgemedizin, hilft bei der Gesunderhaltung von Körper, Geist und Seele. Das Schönste dabei ist: All das funktioniert beim Singen automatisch. Das richtige Atmen, das befreiende Ausbalancieren und all die positiven Nebenerscheinungen stellen sich von selbst ein. «Leute, die regelmässig singen, sind oft viel länger viel gesünder», sagt Gertraud Berka-Schmid, Professorin an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Kein Wunder plangen viele Kirchen nach dem Lockdown, wieder aus vollen Kehlen singen zu können. Unterstützung erhalten sie von einer Studie der Münchner Bundeswehr-Universität: Das Corona-Infektionsrisiko hält sich beim gemeinsamen Singen und Musizieren stark in Grenzen. Christian Kähler und Rainer Hain vom Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik führten dazu Experimente mit professionellen Sängern und Orchestermusikern aus München und Salzburg durch. Dabei habe sich eindeutig gezeigt, dass die Luft beim Singen nur im Bereich eines halben Meters vor dem Mund in Bewegung versetzt werde, unabhängig von Lautstärke und Tonhöhe. Eine Virusausbreitung über diese Distanz hinaus sei «äusserst unwahrscheinlich».

Gastbeitrag von Markus Baumgartner / Autor www.dienstagsmail.ch

Wer ist Markus Baumgartner?

Markus Baumgartner ist PR- und Kommunikationsexperte mit der eigenen Agentur b-public AG.  Die Gesellschaftsrelevanz bzw. die Wahrnehmung von Kirchen und Christen in der Öffentlichkeit beschäftigt ihn seit über 30 Jahren, seit mehr als zehn Jahren als Herausgeber des «www.dienstagsmail.ch». Schwerpunkte dieses Blogs sind Initiativen und Ideen von Kirchen und Christen, die von den säkularen Medien positiv aufgenommen werden. Er ist auch Co-Präsident des Forums Christliche Führungskräfte und Stiftungsratsmitglied von Opportunity International Schweiz. Er ist Mitglied der Freikirche BewegungPlus Zug.

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Über die unverratene Anbetung

Vor Gott muss jede Kritik verstummen. Der Lobpreis ist der Tauglichkeitstest der Theologie.

Preiset den Herrn, ruft aus seinen Namen, kündet seine Werke den Völkern, singet ihm, spielt ihm, erzählt all seine Wunder!“ Diese Worte aus Psalm 105 sind das Gegenteil einer weit verbreiteten Haltung. Man preist Gott nicht, sondern murrt gegen ihn. Man lobt ihn nicht, sondern tadelt ihn. Was hat er nicht alles falsch gemacht! Wie kann er bloß so viel Leid zulassen! Warum geht es in der Welt so schlimm zu, warum in der Kirche bergab? Wir an seiner Stelle hätten es viel besser gemacht. Vor dem Murren gegen Gott warnt uns die Bibel ausdrücklich: „Murrt auch nicht, wie etliche von ihnen murrten“, ermahnt uns Paulus (1 Kor 10, 10) mit Blick auf die Israeliten, die von Moses durch die Wüste geführt wurden. Es stehen sich also gegenüber: einerseits der Lobpreis angesichts der herrlichen Großtaten Gottes, andererseits das Murren angesichts seiner scheinbaren Fehlleistungen.

Das sagt viel über unser Gottesbild aus. Wer Gott lobt, tut es aufgrund seiner Überzeugung, dass Gott alles richtig macht. Wer gegen ihn murrt, tut es, weil er meint, Gott mache einiges falsch – sei es, weil Gott es nicht besser vermag, sei es, weil er es nicht so gut mit uns meint. Meistens wird Letzteres unterstellt. Der Murrende zweifelt nicht an Gottes Allmacht, sondern misstraut seiner Güte. Dass von atheistischer Seite dieser Mangel an Güte gerne als Argument gegen die Existenz Gottes ins Feld geführt, ist ein eigenes Thema, das in der Philosophie unter dem Stichwort „Theodizee“ diskutiert wird. Beim gläubigen Christen, der gegen Gott murrt, geht es nicht um die Frage, ob Gott existiert, sondern um den Konflikt zwischen dem Glaubensurteil über Gottes Güte und dem gegenteiligen Eindruck, der sich ihm aufgrund seiner leidvollen Erfahrung aufdrängt. Sein Glaube wird angefochten.

Das Lob Gottes als Weg aus der Krise

Solche Krisen kennt auch der Psalmist. Er scheut sich dann nicht, sein Herz vor Gott auszuschütten, zu klagen und Fragen zu stellen. Aber diese Klagen sind ein Akt des Vertrauens, nicht des Murrens. Sie sind mit dem Lobpreis kompatibel und münden auch immer wieder in ihn, wie wir es zum Beispiel in Psalm 13 beobachten können. Dahinter steht der Glaube, dass Gott jede Situation zu verwandeln vermag und es zugunsten der ihm Vertrauenden auch tatsächlich tun wird. Somit kann Gott auch unser Klagen in Lobpreis verwandeln. Diese Verwandlung können wir aufgrund unserer Hoffnung antizipieren. „Ich aber hoffe auf deine Güte. Mein Herz frohlockt schon über deine Hilfe“ (Ps 13, 6). Der Lobpreis weist den Weg aus der Krise.

Aber dann gibt es noch jene Gotteskritiker, die gar nicht existenziell von diesen Fragen betroffen sind, sondern im bequemen Lehnsessel verbeamteter Theologenexistenz über Gott richten. Sie empören sich über jede Richterkompetenz des kirchlichen Lehramts, zitieren aber ihrerseits den lieben Gott vor den Richterstuhl ihrer eigenen Vernunft. Natürlich steht dahinter ein richtiges Anliegen: Wir dürfen und sollen unser eigenes Gottesbild an rationalen Maßstäben überprüfen. Es darf weder der theoretischen noch der praktischen Vernunft widersprechen, also weder widersinnig noch unmoralisch sein. Der christliche Glaube braucht die Feuerprobe einer gesunden Aufklärung nicht zu scheuen. Wer daraus aber folgert, dass unsere Vernunft gegenüber dem wirklichen Gott eine moralische Autonomie beanspruchen dürfe, dass Gott uns gegenüber freiheitsfürchtig zu sein habe und in seinem Handeln rechenschaftspflichtig, zeigt damit nur, dass er den wirklichen Gott mit seinem Begriff von Gott verwechselt. Der wirkliche Gott ist die Quelle jedes unbedingten Anspruchs, selber aber keiner Richterinstanz unterworfen, auch nicht unserer Vernunft. Alle Maßstäbe, die unserer Vernunft zur Verfügung stehen, um über Gott und sein Handeln zu urteilen, verdanken ihre Geltung eben diesem Gott. Gott ist das Sittengesetz in Person, der Urquell aller Normen, die Fülle aller Güte. Vor ihm hat jede Kritik zu verstummen. Was bleibt, sind Lobpreis und Anbetung.

Der Lobpreis ist der Tauglichkeitstest der Theologie

Eine Theologie, die in der Spekulation über den Gottesbegriff steckenbleibt und nicht zum wirklichen Gott vorstößt, reagiert verständnislos gegenüber Evangelisationsbemühungen, deren Ziel eine persönliche Beziehung zu eben diesem Gott ist, eine Herzensbeziehung, die von unbedingtem Vertrauen getragen ist. Kindliches Vertrauen gibt sich Gott hin, kritische Theologie will die Kontrolle behalten. Der Vorwurf, solche Evangelisierung sei antiintellektuell, entlarvt sich selbst, sobald wir das Zeugnis von Menschen wie Dietrich Bonhoeffer in den Blick nehmen. Er schrieb in Gestapohaft, dem Tode ins Auge schauend, seinen Lobpreis „Von guten Mächten wunderbar geborgen“. Eine Theologie, die nicht in eine Spiritualität mündet, die selbst im Todeskerker existenziell tragfähig ist, bleibt intellektuelle Spielerei. Der Lobpreis ist der Tauglichkeitstest der Theologie.

Der existenziell an den wirklichen Gott Glaubende weiß a priori, dass Gottes Handeln immer gut und heilig ist. Er zweifelt nicht daran, dass Gott immer des Lobes würdig ist. Er knüpft seinen Lobpreis nicht an Bedingungen, die Gott erfüllen muss. Er braucht nicht den Gang der Dinge abzuwarten, um zu entscheiden, ob er Gott lobpreisen soll oder nicht. Er tut es in jeder Situation. Je schwieriger sie ist, um so wertvoller der Lobpreis. „In Widerwärtigkeiten Gott zu lobpreisen gilt mehr als tausend Danksagungen, wenn alles gut geht“, sagt der heilige Johannes von Avila.

Nicht alle sind immer so stark wie Bonhoeffer. Wem der Lobpreis im Halse stecken bleibt, weil die Prüfung ihn überwältigt, ist Gott immer noch wohlgefälliger als jener, der sich in seiner selbstgefälligen Theologie über eine vorgeblich naive Frömmigkeit erhaben wähnt. Kritische Reflexion ist nicht Selbstzweck. Lobpreis und Anbetung aber sind es. Im besten Fall bahnt die Reflexion den Weg dorthin. Eine Theologie dagegen, die die menschliche Freiheit als höchsten Wert setzt und Gott die Bedingungen für seine Anbetungswürdigkeit diktieren will, begeht Verrat. „Brot ist wichtig, die Freiheit ist wichtiger, am wichtigsten aber die ungebrochene Treue und die unverratene Anbetung“, schrieb ein anderer Märtyrer im Nazigefängnis, Alfred Delp.

Christi Auferstehung hat das letzte Wort

Nichtchristlichen Intellektuellen wie Adorno, die einerseits den Glauben an einen letzten Sinn verloren, andererseits sich ein Gespür für das Gewicht grausamen Unrechts bewahrt haben, ist es nicht zu verdenken, dass sie die Sinnlosigkeit für das letzte Wort halten und das Dichten seit Auschwitz für einen Akt der Barbarei. Theologen dagegen sollten das Dichten eines Bonhoeffers zu würdigen wissen. Nicht zerbrach Bonhoeffers Glaube am Unrecht, sondern die Macht des Unrechts an seinem Lobpreis.

Es ist gut, wenn Theologie für das Unrecht und die Gefahr seiner Verharmlosung warnend sensibilisiert. Ebenso wichtig wäre es aber auch, die Möglichkeitsbedingungen des Lobpreises zu reflektieren. Er ist eine Folge des Triumphes, den Christus durch seine Auferstehung errungen hat. Theologie sollte die Menschen nicht der Verzweiflung ob der Übermacht des Bösen überlassen, sondern die noch größere Macht jener Liebe bezeugen, die Gott in Christus geoffenbart hat. Seine Auferstehung hat das letzte Wort. Sie ist der Garant dafür, dass unser Lobpreis durch alle Drangsal hindurch einmal einmündet in das ewige „Te Deum“ der himmlischen Seligkeit, erkennend, dass Gottes Lobwürdigkeit jedes Lob noch unendlich übersteigt. Wir können ihn gar nicht genug loben. Eine Theologie, die nicht mit aller Entschiedenheit diesen Gott des Lobpreises bezeugt, versagt. Eine weltfremde Theologie ist schlimm, eine gottfremde noch schlimmer.

Engelbert Recktenwald, der diesen Artikel geschrieben hat, wurde 1960 im Saarland geboren, ist katholisch, wurde 1985 zum Priester geweiht und gehörte 1988 zu den 13 Gründern der Priesterbruderschaft St. Petrus. Recktenwald hat bei Robert Spaemann in München Philosophie studiert und publiziert nun zu philosophischen und theologischen Themen. Außerdem betreibt er die Website kath-info.de. Seit zweieinhalb Jahren ist er zudem als Seelsorger in Hannover tätig.

Die Tagespost – Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur hat uns diesen Artikel freundlicherweise zur Veröffentlichung freigegeben. Das Original ist unter diesem Link zu finden.


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Der Jesusnachfolger aus Teheran

Yones ist im Iran, in einer islamischen Kultur aufgewachsen und wurde von Klein an im Islam unterrichtet. Er berichtet, dass er aber schon immer Mühe hatte mit dem Islam und all seinen Gesetzen. «Wieso müssen alle Frauen ihre Haare bedecken, obwohl viele das nicht wollen?» Solche und ähnliche Fragen hat sich Yones schon immer gestellt. Frauen, die ihre Haare nicht richtig bedecken, werden auf öffentlichen Plätzen ermahnt und wenn sie sich nicht an die Regeln halten wollen, werden sie bestraft. Yones hat eine 11-jährige Tochter, die in eine Mädchenschule geht. Sogar sie muss bereits ein Kopftuch tragen. Sie versteht es nicht und möchte dies auch nicht. Yones’ Gottesbild war geprägt von Strafen und Gesetzen. Wenn es Gott geben würde und er die Menschen liebt, kann er doch nicht so sein, wie dies im Islam gelehrt wird! Davon war Yones überzeugt. Es war für ihn auch sehr problematisch, dass Männer so viel mehr Wert haben als Frauen. Gerade weil er verheiratet ist und eine Tochter hat, ist ihm dies noch viel stärker bewusst geworden.

Bis vor 40 Jahren herrschte im Iran viel Freiheit. Kirchen und Moscheen standen in derselben Strasse und es war friedlich. Bis dann die Islamische Revolution alles veränderte und die Menschen ihrer Freiheit beraubte.

Yones glaubte an Gott, war aber überzeugt, dass Gott es nicht nötig hat, den Menschen hunderte von Gesetzen zu geben. Die neue Generation sieht die Sache ähnlich wie Yones. Sie stellen Fragen und wollen sich nicht einfach blind unterordnen.

Auch Yones hatte viele Fragen über Gott und seine Religion. Die religiösen Schriftgelehrten, die Imame, haben ihn ermahnt und verboten ihm, kritische Fragen über Gott und all die seiner Meinung nach unnötigen Gesetzen zu stellen. Sie meinten, Gott dürfe man nicht kennenlernen und auch seinen Wille dürften Menschen nicht kennen. «Mach deine Aufgaben richtig. Wenn du dann irgendwann stirbst, wird Allah entscheiden, wohin du gehen wirst». Im islamischen Glauben gibt es keine Heilsgewissheit. «Inshallah» ist ein Ausdruck, welchen Muslime sehr oft verwenden. Es bedeutet soviel wie «Wenn Gott will». Oft wird «Inshallah» auch als Ausrede benutzt, wenn man etwas nicht tun will.

Das tägliche Gebet ist ein wichtiger Bestandteil der Gesetze, die ein guter Muslim einhalten muss. Männer dürfen Frauen zur Begrüssung nicht die Hand reichen. Wer sich durch irgendetwas unrein macht muss ganz verschiedene Rituale durchführen, um wieder rein zu werden und vor Allah zu kommen.

Aufgrund seiner Zweifel und dem Gottesbild, welches für Yones überhaupt nicht stimmte, wollte er nichts mehr von Gott wissen. Der Islam sei ein «Business», meint Yones im Gespräch, und es gehe den religiösen Führern nur um Macht.

Durch seinen Cousin hat Yones einen Pastor kennengelernt. Erst wusste er allerdings nicht, dass er Pastor war, sondern bemerkte lediglich dessen Anliegen, für Yones da zu sein und ihm aus seiner Depression zu helfen. Der Pastor sagte ihm «Ich bin zwar kein Arzt, aber ich kenne jemanden, der dich heilen und dir ein neues Leben geben kann». Für Yones, welcher aus einer sogenannten Schamkultur kommt, war es schwierig, «Nein» zu sagen, und so liess er sich auf den Pastor ein. Dieser gab ihm zwei kleine Bücher (Matthäus und Lukasevangelium), welches Yones erst nicht lesen wollte. Er fragte immer wieder nach, ob er etwas gelesen hatte. Yones wollte dem Pastor gefallen, aber wollte das Gelesene nicht an sich heranlassen.

Seine erste Begegnung mit Jesus hatte er, als er in der Bergpredigt zu lesen begann. Er verstand erstmals, dass die sündigen Menschen durch Jesus zu Gott kommen konnten. So begann er, dem Pastor alle seine Fragen zu stellen. Dieser versuchte, seine Fragen so gut wie möglich zu beantworten. Seine Zweifel wurden erstmals ernstgenommen.

Yones wurde Teil einer Bibelgruppe, bevor er sein Leben Jesus gab. Der Kontakt mit den Gläubigen hat ihm sehr geholfen, aus der Depression zu kommen und wieder aufzustehen. Zweimal pro Woche trafen sie sich, um zusammen zu beten. Er merkte, dass er einen Retter brauchte, da er sich seiner Sünde bewusst war und sich selber nicht retten konnte.

Weil er Teil dieser Gruppe war, wurde es zu gefährlich für Yones, im Iran zu bleiben. Deshalb musste er fliehen und kam in die Schweiz. Hier angekommen, nahm er Kontakt auf mit einer Gemeinde in Stans. Sie merkten, dass er sehr offen war und viele Fragen hatten und starteten mit ihm einen persischen Hauskreis. Nach einer Weile hat Yones dort sein Leben ganz Jesus gegeben.

Die grösste Auswirkung, die Jesus in seinem Leben hat, ist die Hoffnung. Die einzige Hoffnung, die Yones bisher hatte, war seine Tochter. Ausser ihr hatte er keinen Lebenssinn, er hatte keine Motivation zum Leben. Jesus holte Yones ganz aus seiner Depression heraus und heilte sein Herz.

Yones’ muslimische Freunde, wissen alle, dass er ein Jesusnachfolger ist. Sie haben grossen Respekt vor ihm. Beim letzten Ramadan wurde Yones zum Essen eingeladen. Vor dem Essen baten die Muslime ihn, zu beten, weil er besser beten könne als sie. Oft spricht er mit ihnen über seine Geschichte, welche sehr viel Kraft hat. Er erzählt, dass sie ihn beobachten und daher neugierig werden. Wer ihm Fragen stellt, bekommt Antworten von Yones. Einige seiner Freunde haben sich unterdessen für ein Leben mit Jesus entschieden. Yones ist es sehr wichtig, authentisch zu leben.

Um mit Muslimen ins Gespräch zu kommen, ist das Zuhören von grosser Wichtigkeit. Bevor wir ihnen von Jesus erzählen können, muss Vertrauen aufgebaut werden. Wir müssen ihnen zeigen, dass sie wertvoll sind für Gott.

«Meine Identität wurde verändert, weil ich verstanden habe, dass ich trotz meinen Fehlern für Gott wertvoll bin».

Yones leitet unterdessen viele Jüngerschaftsgruppen unter persischsprachigen Christen in der Schweiz. Dabei ist es ihm sehr wichtig, die Leute zu stärken und neue Leiter auszubilden.

Yones absolviert momentan das ISTL mit Rebi, welche diesen Blogbeitrag geschrieben hat.

Yones ist für mich ein echtes Vorbild. Jesus ist ihm so viel wert, dass er dafür sein Land, seine Familie, seine Frau und seine Tochter zurückgelassen hat. Wieviel wärst du bereit, für Jesus aufzugeben?

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Der soziale Einzelgänger

Tobias ist Flugbegleiter und Carchauffeur. Er liebt Menschen von Herzen, lebt aber gerne allein. Die Bedeutung seines Namens Tobias ist «Gott ist gut». Er ist sich sicher, dass diese Tatsache über seinem Leben steht. Er ist seinen Eltern unglaublich dankbar für diesen Vornamen, denn sein Nachname – Zweifel – steht in starkem Kontrast dazu.

Tobias mag die Unregelmässigkeit seiner Jobs. Seine Spontanität begleitet ihn schon sein Leben lang. Als er seinen Job als Flugbegleiter angefangen hat, ist er aus dem Berner Seeland nach Zürich gezogen. So hat er einige Neuanfänge auf einmal erlebt. Er merkt, dass Routine vielmal einfach nichts für ihn ist, und liebt es, seinen Horizont zu erweitern, neue Menschen zu treffen und diese verstehen zu lernen. Jedesmal, wenn man in einen Neuen Bereich hinein sieht, versteht man auf einmal neue Menschen, ihre Reaktionen auf Dinge, und dies tut ihm sehr gut.

Tobias ist mit 6 Geschwistern in der Nähe von Biel aufgewachsen. Mit all seinen Geschwistern hat er ein gutes Verhältnis. Ihm ist bewusst, dass dies überhaupt nicht selbstverständlich ist. Bei seinem früheren Beruf als diplomierter Pflegefachmann in einem Krankenhaus ist ihm aufgefallen, wie viele Patienten, die eigentlich Familie hätten, nie besucht wurden, oder keinen Kontakt mit Kindern oder Geschwistern hatten. Tobias freut sich immer, seine Geschwister zu treffen und weiss, dass ihm diese Freude auch von ihnen entgegenkommt.

Seine Eltern haben ihn sehr geprägt. Ihren christlichen Glauben haben sie ihm schon immer authentisch vorgelebt. Tobias kann sich nicht daran erinnern, dass sein Vater mal keine Zeit für ihn gehabt hätte. Dies ist für ihn unglaublich. Er durfte immer zu seinem Vater kommen mit seinen Fragen. Die einzige Zeit, die sein Vater allein für sich haben wollte, war früh morgens, wenn er in der Bibel gelesen und gebetet hat. Auch dies ist ein Wert, den Tobias so mitbekommen hat: Die Wichtigkeit der Beziehung zu Jesus.

Obwohl die Familie nicht reich war gaben die Eltern einen Teil ihres Einkommens an Menschen, die das Geld noch nötiger hatten als sie. Sie waren immer grosszügig. Auch dies hat Tobias stark geprägt. Er hat erlebt, dass Geben seliger ist als Nehmen, und dass Gott immer gut ist und ihn immer versorgt. Tobias lebt auch heute noch bescheiden, und dennoch sieht er sich selbst als sehr privilegiert und von Gott gesegnet. Wahrscheinlich würden andere in seiner Situation mehr an Gott zweifeln als er.  Es sei etwa einfach seine Sicht auf das Leben, die ganz von der Überzeugung geprägt ist, dass Gott gut ist.

Mit 16 Jahren hat Tobias eine Lehre als Mechaniker gemacht und danach ziemlich schnell gemerkt, dass dies gar nicht so sein Ding ist. Er begann danach ein Studium als Ingenieur und besuchte in den Mittagspausen manchmal eine alte, einsame Frau. Irgendwann begann er auch, Mathelektionen zu schwänzen, um stattdessen mit dieser alten Frau Zeit zu verbringen. So kam er auf die Idee, eine Ausbildung zum Krankenpfleger zu machen. Viele Jahre arbeitete er also im Krankenhaus und verbrachte seine oft Ferien damit, Kinderlager zu leiten. Er blieb also meist in der Schweiz. Nach fast 20 Jahren merkte er, dass er doch noch gerne etwas von der Welt sehen wollte. Geld fürs Reisen ausgeben wollte er aber dann doch nicht, und kam auf die Idee, Flugbegleiter zu werden. Sein Bruder ermutigte ihn darin indem er ihm sagte, er sei ein echter Diener. Wenn Tobias etwa an einem Fest ist, steht er am liebsten in der Küche und macht den Abwasch. An seiner Entscheidung für den Beruf als Flugbegleiter hat Tobias viel gezweifelt. Aber noch nie habe er so viel Bestätigung für etwas bekommen, wie für diese Entscheidung. So darf er nun vielen Menschen dienen, ihnen ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern und dabei auch die Welt entdecken. Er liebt seine neue Beschäftigung und weiss, dass er es wirklich geniessen darf.

Tobias erlebt, dass Gott ihn immer wieder zur richtigen Zeit an den richtigen Ort führt. Einmal war er unterwegs und ist dabei auf jemand gestossen, der erste Hilfe brauchte. So hat Tobias diese Person reanimiert, bis dann die Ambulanz da war. Als er am nächsten Tag wieder arbeiten ging, damals auf der Intensiv-Pflegestation, war er für genau diesen Patienten zuständig, welchen er am Tag vorher reanimiert hatte. Dabei war es für ihn das schönste, dass der Patient keinerlei Hirnschäden davongetragen hatte. Für ihn hat dies einmal mehr gezeigt, dass Gott alles im Griff hat.

Warum Gott manchmal aber Leid zulässt, weiss Tobias nicht. Dennoch hält er in jeder Lebenslage fest an seinem Schöpfer. Tobias ist dankbar für sein bisher so erfülltes Leben und sagt er sei auch bereit, heute zu sterben, wenn seine Zeit gekommen sei.

Tobias nennt sich selbst «sozialer, aufgabenorientierter Einzelgänger». Er sei weniger auf die Beziehung als auf die Aufgabe fokussiert. Er geniesst sehr, Menschen zu treffen, mit ihnen zu essen und Gemeinschaft zu haben, jedoch sehnt er sich nicht danach, sich wöchentlich oder auch monatlich regelmässig mit denselben Leuten zu treffen. Er hat nur wenige, wirklich tiefe Freundschaften, und damit ist er auch ganz zufrieden. Er liebt es, für die Menschen im Hier und Jetzt da zu sein.

Seine Ängste und Sorgen legt er immer bei Gott ab, und nicht bei Menschen. Immer wieder kommt er zurück auf die Tatsache, dass Gott gut ist und auch immer erreichbar ist, nicht wie die Menschen, die oft selbst mit ihren Problemen beschäftigt sind.

Tobias träumt davon, sich selbst immer als weniger wichtig zu sehen, gleichzeitig aber zu erkennen, dass er für andere Menschen wichtig ist und ihnen auch weitergeben kann, dass sie wiederum für ihre Mitmenschen und vor allem für Gott wichtig sind. Für Tobias ist jeder Mensch gleich wertvoll. Er vergleicht die Menschheit mit einem grossen Puzzle, wobei jedes Puzzleteil zwar etwa gleich gross ist, aber dennoch einzigartig ist und es auffällt, wenn eines davon fehlt. Er möchte die Puzzleteile in seiner Nachbarschaft zum Leuchten zu bringen.

Der Inhalt dieses Blogs stammt grösstenteils aus einem Interview von Tobias Grimm von Lifechannel. Die Bilder stammen aus Tobias Zweifels Facebook Album 🙂

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Entstehung meines Songs «Vollgas»

Schon als Kind habe ich immer wieder Lieder geschrieben, welche aber nie ganz fertig wurden. Eines Tages besuchte ich ein Songwriting Camp, in welchem ich fasziniert von den verschiedenen Schritten war, wie so ein Song zustande kommt.

Immer wieder in meinem Leben kamen Menschen auf mich zu und sagten, dass sie das Gefühl hätten, Gott sage ihnen, dass ich Songs schreiben soll für ihn. Teilweise waren das auch Menschen, welche ich nicht mal kannte.

So begann ich einen Song zu schreiben, bei welchem ich mir das Ziel nahm, ihn auch fertig zu schreiben. Ich hatte den Gedanken, ihn einfach für Gott zu schreiben und selber einfach in meiner stillen Zeit mit Gott zu singen. Ich dachte dort nicht darüber nach, den zu veröffentlichen. So packte ich einfach alles was mir auf dem Herzen war hinein. In dem Songwriting-Camp lernten wir, dass wir uns in einem Lied vor allem auf eine Message konzentrieren sollten. Ich brach diese Regel aber mit meinem Song. Doch wie gesagt, ich hatte nie darüber nachgedacht, dass den jemand anderes hören wird und wollte Gott einfach alles sagen, was in diesem Moment auf meinem Herzen war.

Im Camp hatten sie uns geraten, verschiedene Melodien, welche uns im Alltag in den Sinn kamen, einfach ins Handy zu summen. So nahm ich eine Melodie aus meinen Memos und passte den auf den Songtext an. Ich sang den Song ganz in mein Handy, schrieb den Text ins Reine und sang ihn ab und zu einfach in meinem Zimmer. Plötzlich hatte ich stark das Gefühl ich solle ihn aufnehmen und auf YouTube teilen. Ich vergass den Gedanken aber wieder.

Später, als ich wieder meine tägliche Zeit mit Gott hatte, war wieder das Gefühl da, ich solle den Song mit anderen Menschen teilen, um sie zu ermutigen. So sagte ich zu Gott: «Okay, ich werde ihn aufnehmen. Aber ich habe keine Ahnung wie und was es dazu braucht. Wenn du willst das ich das mache, führe mich Schritt für Schritt».

Da erinnerte ich mich, dass ein Bekannter von mir ein Studio besass. So schrieb ich ihm und teilte ihm meine Idee mit. Wir nahmen den Song auf und während dieser Zeit stellte sich recht spontan eine Band zusammen, welche bereit war, den Song einzuspielen. Ich erzählte einem Freund von der Idee, ein Musikvideo zu machen und dabei einfach mit dem Handy eine Kerze zu filmen und den Text einzublenden. Er ist Filmemacher und war schockiert von der Idee, ich aber war begeistert.

Als mein Song «Vollgas» fertig war, bot der Filmemacher mit an, ein qualitativ gutes Musikvideo zu drehen. Ich war zu Tränen gerührt, als das fertige Musikvideo mit dem Song online war. Die Message dahinter ist ganz einfach und doch provozierend. Es geht darum, «Vollgas» zu geben und Gottes Leitung zu vertrauen. Er kennt dich und mich am besten und er gibt uns was wir brauchen und oft sogar mehr.

Songwriting ist Kunst. Für mich bedeutet Kunst, dass jeder der damit konfrontiert wird, darin etwas sieht, das in seine Lebenssituation spricht. Ich bete, dass jeder der den Song hört, in seiner momentanen Situation ermutigt werden darf.

Naëmi liebt es, Gott anzubeten. Sie hat eine Gabe dafür, anderen Menschen die Schönheit und Kreativität Gottes zu zeigen!
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Du und Pornographie?!

«Du bist eine Frau und hast Probleme mit Lust? Du und Pornographie, das passt doch nicht zusammen. Du bist ja so hässlich». Solche Gedanken hatte ich über die Jahre hinweg. Ich habe mir selbst eingeredet, dass ich als Frau nicht solche Probleme haben kann oder darf, denn es ist ja nur ein Männer-Problem. Ich konnte meine Weiblichkeit nicht sehen. Ich habe immer nur von Männern gehört, die Probleme mit Pornographie oder auch Masturbation haben, also musste es ein Männer-Problem sein.

Auf dem Internet sind pornographische Inhalte nur wenige Klicks entfernt…
Instagram und co. machen es zum Kinderspiel, an solche Bilder und Videos zu kommen.
Pornographie tötet Liebe.

Als Kind schon war ich neugierig und habe mich für alle möglichen Dinge interessiert. Eine perfekte Möglichkeit für den Feind, mich anzugreifen. Mit etwa 16 habe ich angefangen, pornographische Bilder und dann auch Filme anzuschauen. Ich suchte etwas in diesen Filmen, was ich jeweils für einen kurzen Moment auch gefunden habe. Und genau das war das Problem. Es befriedigten mich der vorgetäuschte innere Friede, die «Annahme», welche ich mir einbildete, und die Beruhigung. Ich dachte, dass ich all dies bräuchte. Es war ein langer Kampf, wobei ich mich selbst immer wieder aufgerafft habe. Dabei ist mir Jesus immer wieder durch andere Menschen begegnet, die mich herausforderten und mir halfen, meinen Blick mehr auf Jesus zu richten. In einer Jüngerschaftsschule, die ich absolvierte, brachte ich diese Sucht zum ersten Mal ans Licht, und das vor etwa 40 Leuten. Da begann ein Durchbruch. Ich fing an zu merken, was für eine Macht es hat, solche Dinge offen und klar auszulegen. Man hat dann die Möglichkeit, dagegen anzukämpfen oder es so sein zu lassen. Ich habe angefangen, in Momenten der Versuchung mehr zum Heiligen Geist zu beten und ihn zu Hilfe zu rufen. Er half mir, mich in solchen Momenten zu überführen und meine Gedanken auf etwas anderes zu leiten.

Jesus ist für meine Sucht und für meine lustvollen, schmutzigen Gedanken gestorben! Das war und ist immer wieder meine Motivation, mich zu fokussieren und mich daran zu erinnern, dass Jesus genau für diese Dinge am Kreuz gestorben ist. Dank Jesus sind wir gerettet und frei. Das heisst ich bin gerettet durch seinen Tod, den er erlitten hat und dadurch hat er mich auch frei gemacht!  

Lena sehnte sich nach echter Annahme und echtem Frieden.
In der Pornographie fand sie beides nicht.

Vor kurzem habe ich meine Mails angeschaut und eine Mail von einem unbekannten Absender gesehen. Beim Lesen dieser Mail bekam ich Herzrasen! Es war eine Art Droh-Mail! Dieser Absender behauptete, Zugriff auf meine Internetverläufe zu haben. Seit etwa einem halben Jahr hatte ich immer so einen Hunger nach Gott und so intensive Zeiten mit ihm, dass ich der Versuchung nach Pornographie immer easy widerstehen konnte. Ich dachte, dass dieses Thema nicht mal so aktuell sei, aber es griff mich wahnsinnig an. Offenbar war es also sehr wohl aktuell in mir drin und wichtig, dass ich das nochmals angehen würde. In dem Moment war ich ganz starr. Wenn ich dem Absender kein Geld überweisen würde, drohte er, meinen Browserverlauf zu veröffentlichen. Wow, das war krass! Es fühlte sich so real an, dass ich in Panik geriet, aber gelähmt war und einfach sitzen blieb und weinte. Als ich an dem Abend erkannte, dass es nur eine Fake-Mail war, wurde mir klar, dass ich mich noch nicht als FREI sah. Ich bat jemand, für mich zu beten. Wir beteten und stellten mich unter das Blut Jesu und deklarierten, dass ich frei bin.

Die Geschichte von Jesus hat mich schon immer berührt, aber an diesem Abend wurde sie wieder real und Wirklichkeit. Sein Tod ist mein Lebensinhalt. Ich darf frei von Lust leben, weil er diese Sünden mit ans Kreuz genommen hat und den Tod überwunden hat.

Lena liebt Jesus von Herzen und unterstützt unterdessen andere Frauen, die von der Pornografie frei werden möchten.
Sie ist ein echter Sonnenschein! Wunderschön und wertvoll.
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Lass Mich Sehen

Lass Mich Sehen – Samuel Fuchs

Vers:
Alles was ich hab; Alles was ich bin
Geb ich dir; Geb ich dir denn du bist
Alles was ich brauche
Und alles was ich will
Ich liebe dich; Ich liebe dich

Chorus:
Komm und lass mich sehen
Wer du wirklich bist
Ich will sein wo du bist; wo du bist

Vers:
Alles was ich sehe und alles was ich weiß
Wird bestimmt durch deine Liebe
Wird bestimmt durch dein sein
Und ich staune über dich
(2x)

Chorus:
Komm und lass mich sehen
Wie sehr du mich liebst
Ich will sein wie du bist; wie du bist
Komm und lass mich sehen
Wer du wirklich bist
Ich will sein wo du bist; wo du bis

Bridge:
Lass mich sehen Was du siehst
Lass mich spüren Was du fühlst
Lass mich sein Wie du bist (2x)
Zeig mir alles was du fühlst
Und alles was du siehst

Sobald wir eine Aufnahme von diesem Lied haben, werden wir sie hier veröffentlichen.

Wenn wir Lobpreis machen, kommen wir in Gottes Gegenwart. Wir erinnern uns selbst daran was er getan hat und wer er ist. Songs über seinen Charakter (was er tut) und seine Natur (was er ist) helfen uns dabei. Indem wir ihn loben (seinen Charakter) und preisen (seine Natur), wecken wir unseren Geist auf, wodurch unser Bewusstsein sich nicht mehr auf das offensichtliche beschränkt, sondern auch die geistlichen Wahrheiten und Tiefen Gottes einschließt, die wir sonst nur im Kopf, aber nicht im Herzen verstanden hätten. In anderen Worten bringt Gottes Gegenwart uns dazu, unser Wissen vom Kopf, ins Herz rutschen zu lassen. Wenn das passiert, sehen wir die Dinge mit Gottes Augen! Als Christen sind wir berufen uns selbst, unsere Mitmenschen und unsere Umstände mit Gottes Augen zu sehen. Lasst uns nie vergessen, dass Gottes Sicht die einzig wahre Sicht ist und dass Lobpreis eines der Dinge ist, die uns dazu führt, diese Sicht zu unserer Sicht zu machen.

Denn wer von den Menschen kennt die [Gedanken] des Menschen als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So kennt auch niemand die [Gedanken] Gottes als nur der Geist Gottes. Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, sodass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist;
‭‭1. Korinther‬ ‭2:11-12‬ ‭

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
‭‭Johannes‬ ‭4:24

Dieser Gastbeitrag sowie das obenstehende Lied wurden von Samuel Fuchs geschrieben. Er ist leidenschaftlicher Worshipper, liebt Jesus und hat ein Herz für alle Menschen. ‬

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Wiedergeburt – Menschen aus fernöstlichen Religionen begegnen

Ich finde es immer wieder faszinierend aber auch erschreckend, wenn ich Menschen mit fernöstlichen Religionen zuhöre. Dies sei ihre neue Reinkarnation, also ihre erneute Wiedergeburt. Teilweise glauben diese Menschen daran, dass sie in ihrem vorherigen Leben etwas oder jemand anderes waren.

Sie möchten unbedingt raus aus dieser Schleife um ins Nirvana, also ins Nichts, zu kommen. Dafür müssen sie aber zur sogenannten Erkenntnis kommen oder aber mehrere Stufen durchleben bei welcher immer mehr, körperlich, seelisch, geistlich, sich auflöst. Das alles muss aus ihnen selbst kommen.

Diese Menschen wollten nicht ewig Leben. Wie also könnte ich ihnen von Jesus erzählen und davon, dass er ihnen ewiges Leben schenken will? Vielleicht hast du dir auch schon solche Gedanken gemacht.

Basierend auf der Bibel kam mir folgender Gedanke:

Ich selbst gehe davon aus, dass wenn es eine Reinkarnation geben sollte, ich mit 100% Sicherheit weiss, dass ich das letzte Mal wiedergeboren bin und nach diesem Leben nicht mehr wiedergeboren werde. Diese Behauptung von uns Christen den Buddhisten und Hinduisten gegenüber zu äussern vermag schwierig zu sein, aber selbst Paulus sagte: «Denn weil ich frei bin gegenüber allen, habe ich mich zum Sklaven aller gemacht, um möglichst viele zu gewinnen. Den Juden bin ich ein Jude geworden, […] Denen ohne Gesetz aber bin ich geworden wie einer ohne Gesetz […] Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden […] allen bin ich alles geworden, um in jedem Fall einige zu retten» (1. Korinther 9,19-23). 

Anschliessend kann ich diese Menschen fragen, ob sie ebenso diese Gewissheit hätten, dass sie diese letzte Stufe erreicht hätten und danach nicht mehr wiedergeboren würden. Falls die Antwort unsicher oder ein klares «Nein» sein sollte, frage ich diese Menschen, ob sie sich auch sicher sein wollen, genau wie ich. So kann eine Brücke geschlagen werden zu Menschen, die nicht an eine Ewigkeit glauben.

2. Korinther 5,17: «Wenn also jemand in Christus ist, dann ist das neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.» Weiter im Galaterbrief 5,1: «Zur Freiheit hat uns Christus befreit! Steht also fest und lasst euch nicht wieder in das Joch der Knechtschaft einspannen.» und ebenso im Johannesevangelium 14,6: «Jesus sagt zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, es sei denn durch mich». Jesus ist dieser eine Weg mit dieser Wahrheit, welchen viele Menschen suchen. Lasst euch nicht davon abhalten diesen Menschen in Liebe zu begegnen, denn «Denn in sehnsüchtigem Verlangen wartet die Schöpfung auf das Offenbarwerden der Söhne und Töchter Gottes […] Was wollen wir dem noch hinzufügen? Wenn Gott für uns ist, wer kann wider uns sein?» (Römerbrief 8,19.31

Dieser Beitrag stammt aus der Feder von Sebastian Küng, er ist Pastor i.A. und Pflegefachmann.

Foto: Pierre-Emmanuel BOITON

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Begeisterung

Wenn ich etwas richtig Gutes erlebt habe, oder an einem wundervollen Ort war, dann muss ich das meiner ganzen Familie, all meinen Freunden und auch allen anderen Mitmenschen sagen oder in irgendeiner Form mitteilen wie gut und toll alles war, denn ich bin ja richtig begeistert, von was auch immer es im Endeffekt war.

Warum aber reden wir immer wieder davon, dass wir «be-geist-ert» von etwas sind?

Es liegt daran, dass wir Menschen aus dem Geist gemacht sind, eine Seele haben und in einem Körper leben. Vielen wird das nicht einleuchten und einige werden vielleicht auch denken, dass die Seele und der Geist ja im Endeffekt ein und dasselbe sind. Nun, da muss ich verneinen. Wenn wir jetzt als Vergleich davon ausgehen, dass ein Computer auch aufgrund des Betriebssystems läuft, eine Software hat und in der Hardware eingebaut wurde, dann wird ersichtlich, dass auch der Mensch «Geist» ist, eine Seele hat und in einem Körper wohnt. Wenn du noch immer das Gefühl hast, dass das nicht stimmen kann, dann wirst du von Computer und Menschen nur wenig Ahnung haben, denn der Computer läuft ohne das Betriebssystem nicht und ebenso wenig existiert der Mensch ohne seinen Geist. 

So spricht Jesus zu seinen Jüngern im Johannesevangelium: «Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch vermag nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben.» (Joh 6,63).

Wenn wir jetzt also von etwas so sehr angetan und so voller Freude sind, dann sind wir im wahrsten Sinne des Wortes begeistert, denn wir leben in diesem Moment und «er-leben» diese Faszination und Schönheit woran alle teilhaben sollten. Genau so ist es auch mit der «Guten Nachricht», der «frohen Botschaft» dem «Evangelium». Alle, die diesen Geist von Jesus Christus von Nazareth in sich aufgenommen haben, sind davon so begeistert, dass sie diese Botschaft in voller Freude weitererzählen wollen, sodass alle daran teilhaben dürfen.

Dieser Gastbeitrag stammt aus der Feder von Sebastian Küng, Theologiestudent und Pflegefachmann aus Basel.

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Bin ich genug?

Als Kind habe ich mir keine Gedanken dazu gemacht ob ich genug bin. Ich habe einfach gelebt, gelacht, vertraut und durch Fehler gelernt. Später im Teenager-Alter habe ich dann das erste Mal bemerkt, dass die Erwachsenen irgendwie anders damit umgehen. Sie stellen sich Fragen, die mir damals nie in den Sinn gekommen wären: «Bin ich schön genug?» «Bin ich eine gute Mutter bzw. ein guter Vater?» «Was denken die anderen über mich, wenn sie wüssten, dass ich eigentlich Schulden habe?» «Was kann ich überhaupt verändern in dieser Welt?».

Als Kind hatte ich nur meine Träume, etwas zu verändern und habe mir überlegt, wie das gehen sollte. Ich kam auf den Schluss, dass ich kleine Briefchen zeichne und diese dann einfach den Menschen auf der Strasse schenke. Als dann diese Fragen auch in meinem Kopf aufkamen, fragte ich mich, ob das nicht etwas peinlich ist und was das überhaupt auslöst. Ich hörte damit auf.

Doch Jesus sagte: »Lasst die Kinder zu mir kommen und haltet sie nicht zurück, denn Menschen wie ihnen gehört Gottes himmlisches Reich.«
Matthäus 19:14 HFA

Warum sagt Jesus das? Ich habe die letzten Jahre mit Kindern gearbeitet und einige großartige Eigenschaften in ihnen bemerkt. Sie vertrauen den Erwachsenen blind. Was die erzählen MUSS stimmen.
Vertraue ich Gott und seinem Wort auch so?
Kinder vertrauen, dass der Erwachsene sie auffängt, wenn sie irgendwo runterspringen.
Vertraue ich Gott, dass er mich nie allein lässt?
Und wenn sie sich verletzen, suchen sie die Person zu denen sie am meisten Vertrauen haben und lassen sich trösten.
Lasse ich mich von Gott trösten oder bin ich zu stolz?

«Seht doch, wie sehr uns der Vater geliebt hat! Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt – und wir sind es wirklich! Als seine Kinder sind wir Fremde für diese Welt, weil Gott für sie ein Fremder ist.»
1. Johannes 3:1 HFA

Er nennt uns seine Kinder! Wir sind seine Kinder. Wir sind Kinder des Schöpfers, des Königs aller Könige. Wir sind Kinder dessen, der die Macht über ALLES hat.

Die Fragen, welche ich mir als Teenager und als Erwachsener stelle, sind beantwortet durch diesen Fakt. Wir sind seine Kinder. Wir sind SCHÖN, weil er uns voller LIEBE kreiert hat. Wir sind genug, weil er uns annimmt. Wer wir sind liegt in ihm, also können Standards und Massstäbe dieser Welt nicht bestimmen wie wertvoll ich bin, weil mein Schöpfer meinen Wert schon lange ausgesprochen hat. Ich habe bemerkt, dass ich einfach egoistisch war, als ich mir diese Fragen gestellt habe. Es ging dabei um mich und nicht um seinen Plan.

Vertraue ich auf die Liebe meines Vaters wie ein Kind?
Vertraue ich auf die Liebe meines Vaters im Himmel?

Wenn du diese Fragen mit «Nein» beantwortet hast, gibt es gute Neuigkeiten für dich: Dein Vater hat ALLE Macht! In seinem Namen kannst du Zweifel einfach wegspicken und deinen Blick von deinen Sorgen auf ihn richten.

Naëmi liebt Kinder, Jesus und gute Gemeinschaft. Sie strahlt ein Selbstbewusstsein aus, das von oben kommt. Sie blüht in ihrer Identität als Kind Gottes richtig auf!

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Identität

Was ist Identität und inwiefern betrifft uns die Thematik der eigenen, persönlichen Identität in der heutigen Zeit noch? Reicht es mir aus, dass ich meine Identität anhand meiner persönlichen Identitätskarte oder meines Reisepasses kenne? Reicht es mir aus, zu wissen, dass ich männlich oder weiblich bin, aus welchem Land ich komme, welche Körpergrösse ich habe oder wie viele weitere Menschen mir ähnlichsehen?

Mit der Frage nach der persönlichen Identität beschäftige ich mich schon längere Zeit und gebe auch in meinem Buch «Einfach Durchbruch» Antworten dazu.

Zwei Formulierungen zu «Identität» finde ich bei Duden:

  1. Eine völlige Übereinstimmung mit dem, was sie ist oder als was sie bezeichnet wird
  2. Eine völlige Übereinstimmung mit jemandem

Im Ansatz sind diese Formulierungen klar und richtig. Was aber, wenn wir nicht wissen woher wir kommen und warum wir hier auf dieser Erde sind? Wenn wir so verwirrt werden, dass wir nicht einmal mehr sicher sind, ob wir nun männlich oder weiblich sind? Wenn wir das nicht wissen, dann helfen die Formulierungen von Duden nicht weiter.

Wenn wir also unsere eigene Herkunft und Bestimmung für unser Leben nicht kennen, werden wir unweigerlich jeder grossen oder aufkommenden Religion oder Philosophie hinterherjagen, sei dies «Friday for future» oder auch als fiktiver online Held bekannt zu werden. Woher kommen wir beziehungsweise, was ist unsere Identität?

«Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete» (Jeremia 1,5). Wenn wir wissen, dass wir von Gott her abstammen – und dem ist so, auch wenn viele Menschen dies einfach nicht als Wahrheit anerkennen – dann erkennen wir unsere eigene, persönliche Identität und werden nicht zu einer Kopie einer anderen Person. Wenn wir einen Schritt weiter gehen und glaubend auf die Stimme Gottes hören, so dürfen wir sogar unsere ganz persönliche Berufung erkennen.

Sebastian Küng ist Pastor i.A. und dipl. Pflegefachmann

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Du bist der Einzige, der mich erfüllt.

You’re the only one – Chris Renzema
In diesem Song heißt es «auch wenn die Welt versucht mein Herz zu erfüllen, auch wenn die Welt versucht mir zu sagen Du wärst nicht treu, auch wenn die Welt versucht mich davon zu blenden wie gut Du bist – Du scheinst durch all das hindurch» – «Du bist der Einzige, der mich erfüllt»

Dieses Lied ist so eine gute Erinnerung daran, wer Gott ist und wie wir im Alltag schnell von ihm abgebracht sein können oder wie Umstände versuchen uns zu sagen er sei nicht gut. Ich denke, diese Herausforderung, an Gottes Güte und Treue zu glauben, begegnet uns immer wieder im Leben.

Aber er erweist sich selbst in jedem Umstand: vor ein paar Monaten wurde mir mit sehr kurzfristiger Ankündigung die Möglichkeit gegeben, einen Bratwurstverkauf vor einem Baumarkt zu organisieren (was hier in Australien sehr häufig ist) um dadurch Finanzen für meinen Missionseinsatz in Europa zu sammeln. Dabei standen viele Umstände dagegen, die Dokumente von der Stadt rechtzeitig genehmigt zu bekommen. Doch Gott hat den Weg frei gemacht. Einer meiner vorherigen Schulleiter hat mir grosszügiger Weise spontan zur Seite gestanden, um alles ordnungsgemäß auszufüllen. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben am Freitagnachmittag 10 Minuten vor Arbeitsschluss meine E-Mails gelesen und den Verkauf bewilligt. Im ganzen Prozess habe ich einmal mehr gesehen, wie Gott im Detail treu ist und wie sehr möchte, dass wir mit ihm zusammen arbeiten. Etwas vom Wichtigsten ist es dabei, durch Gebet mit ihm im Kontakt zu bleiben. Durch den Verkauf sind dann ziemlich genau AU$1000 rein gekommen! Was für ein «Erfolg» – aber auch da hat Gott mir gezeigt, dass nicht unsere Erfolge unser Herz erfüllen, sondern Er allein. Wenn ich Zeit mit ihm im allein verbringe, ihm zuhöre und durchführe womit er mich beauftragt, sein treuer Freund bin und seine Gnade annehme, und nicht versuche, Dinge aus eigener Kraft versuchen zu bewältigen… dann bin ich erfüllt von ihm!

Kathrin (ganz rechts, hier unterwegs mit Freunden in Basel) liebt es, in vielen verschiedenen Ländern unterwegs zu sein, Menschen von Jesus zu erzählen und ihnen Gottes Liebe nahe zu bringen. Momentan ist sie mit YWAM (Jugend mit einer Mission) in Australien unterwegs.
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Exzellenter oder perfekter Worship?

Was ist eine angemessene Anbetung für Gott? Muss es eine professionelle Band sein, die die Gemeinde in den Lobpreis leitet? Oder ist es auch ok, wenn der Lobpreisleiter nur drei Akkorde, und diese nicht einmal besonders gut, spielen kann? Die Israeliten brachten Gott in Form von Opfern Anbetung dar. Ein gesundes, kräftiges Schaf zum Beispiel war ein angemessenes Opfer für Gott. Doch nicht immer brachten sie angemessene Opfer dar. Manchmal musste Gott sie darauf aufmerksam machen, dass sie «billige» Opfer darbrachten. So lesen wir in Maleachi 1,8:

«Wenn ihr mir als Opfer ein blindes Tier darbringt, denkt ihr: ‘Das ist nicht so schlimm!’ Und wenn es ein lahmes oder krankes ist, meint ihr: ‘Das macht nichts!’ Bietet ein solches Tier doch einmal eurem Statthalter an! Ich, der HERR, der allmächtige Gott, frage euch: Glaubt ihr wirklich, er würde zufrieden mit euch sein und die Gabe freundlich annehmen?»

Hier geht es eigentlich nicht um die Opfertiere, sondern um die Haltung hinter dem Opfer. Die angesprochenen Israeliten wären ohne weiteres in der Lage gewesen, ein gesundes, kräftiges Opfertier darzubringen. Aber Gott war es ihnen nicht wert! Sie fanden, dass auch ein krankes Tier für IHN gut genug sei und behielten die gesunden lieber in ihrer Herde.

Wir bringen Gott heute keine Opfertiere mehr dar. Aber als seine Kinder beten wir ihn immer noch an mit unserem Leben. Wie ist deine Haltung gegenüber deinem Gott? Gibst du ihm das Beste von deinem Leben, oder darf er noch den «Rest» haben, den du nicht mehr brauchst? Wenn du ein Lobpreismusiker bist: «Gibst du dein Bestes, deine Fähigkeiten zu entwickeln, um ihn damit zu ehren?» Das würde z.B. konkret bedeuten, dass du dir täglich feste Zeiten einplanst, um dein Instrument zu üben. Vielleicht brauchst du Unterricht, um weiter zu kommen. Oder du gehst an ein Worship-Seminar, um dich für deinen Anbetungsdienst inspirieren zu lassen.

Wenn du also als Lobpreismusiker noch ganz am Anfang stehst, dann mach dir keine Gedanken, wenn deine Songs (noch) nicht so klingen wie die von Matt Redman oder Tim Hughes. Überleg dir aber, wie du dich weiter entwickeln kannst. Denn es ehrt Gott, wenn du Zeit investierst, um ihn anzubeten.

Exzellenter Worship bedeutet, das Beste für Gott zu geben, was du zu bieten hast.

Matthias ist leidenschaftlicher Lobpreisleiter und gibt Gott mit seinem Talent die Ehre.
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Lobpreis: Lob-Preis

Wie in diesem Wort schon verborgen geht es um zwei Dinge, und zwar um Lob und einen Preis. Jesus hat den Preis für unsere Schuld bereits schon mit seinem Leben bezahlt. Durch diese Tat hat uns Jesus einen Weg gebahnt, so dass wir jetzt seine Kinder heissen dürfen und dies auch wirklich sind!

In der Bibel heisst es im Hebräer 4,14-16:

Da wir nun einen grossen Hohen Priester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns am Bekenntnis festhalten. Denn wir haben nicht einen Hohen Priester, der nicht mit uns zu leiden vermöchte in unserer Schwachheit, sondern einen, der in allem auf gleiche Weise versucht worden ist, aber ohne Sünde. Lasst uns also freimütig hintreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden und uns so geholfen werde zur rechten Zeit. (Zürcher Bibel)

Jesus sitzt zur Rechten Gottes und regiert jetzt schon. Er ist der grosse Hohe Priester, der unser Leid und Schmerz hier auf der Erde kennt. In gleicher Weise wie wir wurde er auch in jeder Hinsicht versucht und blieb ohne Sünde! Dies ist nicht nur eine schöne Information zu wissen, sondern es ist eine Realität, in die wir als Kinder Gottes hineingeboren wurden, als wir ihm unser Leben übergeben haben. Deshalb können wir jetzt freimütig vor seinen Thron treten und Gnade, Barmherzigkeit und Hilfe zur rechten Zeit zu empfangen. Jesus hat unsere Schuld auf sich genommen, damit wir mit Gott eine Beziehung haben und ihn loben können.

In unserer Schuld hätten wir nicht vor Gottes Thron kommen können, doch jetzt als seine Kinder können wir zu jederzeit seinen Thronsaal betreten. Ich erlebe immer wieder, wie mir Gott in Zeiten vom Lobpreis persönlich begegnet. Er spricht, heilt, befreit und restauriert. Seit drei Jahren habe ich Probleme mit meiner Gesundheit und kämpfe immer noch, doch die Zeiten im Lobpreis erfüllen mich mit Kraft und helfen mir meinen Fokus auf meinen Schöpfer zu richten. Wenn wir seinen Namen erheben, kommt er gerne, denn er wohnt im Lob seines Volkes. Ich lobe Gott in den schweren wie in den guten Zeiten, denn er hat den ultimativen Preis für mich bezahlt. Mein Lob ist in den schweren Zeiten ein Opfer, denn ich gebe auf und darf von ihm empfangen. Gott ist derjenige der mich durchträgt, befähigt, ermutigt und tröstet. Wie kannst du ihn heute loben? Lobst du ihn auch in den schlechtesten Momenten deines Lebens? Denn er hat an dich gedacht, in dem schlimmsten Moment seines Lebens.

Johannes liebt es, Jesus in jeder Situation anzubeten, auch wenn seine Umstände nicht perfekt sind. So ist er eine grosse Ermutigung für viele, die in ähnlichen Situationen stecken.