Ermutigung im Schwimmbad

Letzte Woche ging ich nach der Schule ins Schwimmbad, um dort ein paar Längen zu schwimmen. Das habe ich mir zur Gewohnheit gemacht, um nach dem kopflastigen Schultag etwas auf andere Gedanken zu kommen und um meinem Körper etwas Gutes zu tun.
Nachdem ich mich etwas ausgepowert hatte, nahm ich eine warme Dusche und ging dann in die Umkleidekabine. Ich nahm meinen Fünfliber aus dem Schliessfach und gab ihn der Frau, die gerade angekommen war und ihre Kleider in ein Schliessfach verstaute. Erstaunt schaute sie mich an und fragte mich, wieso ich ihr diese 5 Franken schenken wollte. Ich sagte ihr, dass ich selber reich beschenkt sei und deshalb gerne andere Menschen beschenke. Dann erklärte ich ihr, was auf dem Rand des Fünflibers steht: Dominus Povidebit – Gott versorgt. Darauf meinte sie, dass sie sich momentan nicht so beschenkt fühle, auch wenn es ihr grundsätzlich gut gehe. Dann begann sie, ihre Lebensgeschichte vor mir auszubreiten, während sie sich umzog. Schliesslich durfte ich für sie beten und sie ermutigen, wieder mit ihren Sorgen und Anliegen zu Gott zu gehen und ihn um alles zu bitten, was sie sich wünscht. Nachdem ich Amen gesagt habe, schaute ich ihr in ihre tränengefüllten Augen. Sie war sichtlich gerührt, bedankte sich herzlich und umarmte mich lange.
Ich hoffe, sie am nächsten Montag nochmals anzutreffen, denn ich glaube sie hat ein offenes Herz und sehnt sich nach Gemeinschaft. So genial, was Gott machen kann, wenn wir bereit sind, seine vorbereiteten Werke zu tun. Egal wann, egal wo!

Bildquelle: Famigros

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