Ostern feiern mit Freunden

Joy, unsere Mitarbeiterin, ist in Brasilien geboren und wurde als Kleinkind adoptiert. So ist sie in der Schweiz aufgewachsen, hat hier die Schule besucht und eine Ausbildung abgeschlossen. Mittlerweile wohnt sie mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter im Tessin, in der Nähe von Bellinzona. Etwa vor 5 Jahren hatte sie die Idee, etwas von dem weiterzugeben, was sie bekommen hat. Ihr ist bewusst, dass viele Menschen nicht so privilegiert sind wie die meisten Schweizer. So ist ihr Wunsch gewachsen, benachteiligten Menschen etwas von diesem Privileg weiter zu geben.
Gleich gegenüber des Bahnhofs in Bellinzona befindet sich das Restaurant „Casa del Popolo“. Joy wünschte sich, hierhin Leute einzuladen, die finanziell oder körperlich benachteiligt sind oder aus anderen Gründen am Rande der Gesellschaft stehen. Genau diese Leute sollten die Liebe Gottes spüren, gute Gesellschaft geniessen können und wie normale Menschen behandelt werden.
Ein Jahr später ist tatsächlich eine Zusammenarbeit mit dem besagten Restaurant zustande gekommen. Seither lädt Joy zusammen mit ihrem Mann Luca und ihrem Team jeweils viele Menschen zu Weihnachten und Ostern zum gemeinsamen Essen ein.

Bereits zum vierten mal hat das Team diesen Anlass organisiert. Fleissig haben sie Einladungen verteilt, teils beim Sozialamt, beim IV Büro, auf der Strasse. Luca arbeitet mit Menschen, die Suchtprobleme haben und hat so einfach den Zugang zu diesen Leuten. Schliesslich sind etwa 60 Leute der Einladung gefolgt und haben sich am 14. April am Mittag bei besagtem Restaurant eingefunden.
Zwei Stunden zuvor haben sich Joy, Luca, Michelle, Helen, Manuel und Francisco (also das ganze Team) getroffen, um letzte Vorbereitungen zu treffen, vor allem aber um gemeinsam zu beten, Gott im Worship zu loben. Denn diesen Anlass stemmten sie nicht aus eigener Kraft, sondern mit der Hilfe Gottes. Kurz nach 11:00 Uhr kamen bereits die ersten Gäste, obwohl das Programm offiziell erst um 12:00 begann. Als dann alle da waren, hat Luca das Menü vorgestellt, und wie es sich für ein gutes Ostermenü gehört war von Vorspeise über Hauptgang zu Dessert und Kaffee alles dabei. Nachdem das Team das Essen serviert hat, setzten sich alle an die Tische und hatten so Zeit, den Gästen zuzuhören, sie kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen. Nach einer kurzen Zigipause am Nachmittag folgten 2-3 Anbetungslieder. Was danach kam ist Joy enorm wichtig: eine Minipredigt, welche von Francisco gehalten wurde. Als sie vor 4 Jahren mit diesen Anlässen angefangen haben, sei der Input ganz kurz gewesen, mittlerweile hörten die Gäste schon 10 bis 15 Minuten zu. Zum Schluss hat Joy eine Tombola organisiert, die Preise dafür hat sie grösstenteils bei Freunden gesammelt. Dabei waren etwa Lebensmittel, verschiedene Körperpflegeartikel, Gutscheine für eine Snackbar und Ähnliches. Etwa um 17:00 Uhr war offiziell Schluss, wer wollte konnte aber auch länger bleiben und sich mit den neu gewonnenen Bekanntschaften unterhalten.

Joy sagt, das Bedürfnis nach echter Gemeinschaft, wie sie beim Osterfest sei gross, die Gäste gingen jeweils glücklich nach Hause und sprechen Joy und ihren Mann oft auf der Strasse an, wenn sie sich zufällig über den Weg liefen. Das Team werde von den Gästen akzeptiert und geschätzt, das ist Joy sehr wichtig. Manchman werden sie auch von Gästen nach Hause eingeladen, so entstehen echte, tiefe Beziehungen. Sie möchte, dass die Leute etwas von der Liebe mitbekommen, die Gott für uns hat. Und diese Liebe zeigt sich eben in der Tat und nicht nur im Wort:

„Christen erkennt man an den Früchten, die sie bringen.“

In Zukunft will Joy auch im Verlauf des Jahres Anlässe dieser Art organisieren, damit ihre Gäste nicht nur an Ostern oder Weihnachten die Liebe Gottes spüren…

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