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Wiedergeburt – Menschen aus fernöstlichen Religionen begegnen

Ich finde es immer wieder faszinierend aber auch erschreckend, wenn ich Menschen mit fernöstlichen Religionen zuhöre. Dies sei ihre neue Reinkarnation, also ihre erneute Wiedergeburt. Teilweise glauben diese Menschen daran, dass sie in ihrem vorherigen Leben etwas oder jemand anderes waren.

Sie möchten unbedingt raus aus dieser Schleife um ins Nirvana, also ins Nichts, zu kommen. Dafür müssen sie aber zur sogenannten Erkenntnis kommen oder aber mehrere Stufen durchleben bei welcher immer mehr, körperlich, seelisch, geistlich, sich auflöst. Das alles muss aus ihnen selbst kommen.

Diese Menschen wollten nicht ewig Leben. Wie also könnte ich ihnen von Jesus erzählen und davon, dass er ihnen ewiges Leben schenken will? Vielleicht hast du dir auch schon solche Gedanken gemacht.

Basierend auf der Bibel kam mir folgender Gedanke:

Ich selbst gehe davon aus, dass wenn es eine Reinkarnation geben sollte, ich mit 100% Sicherheit weiss, dass ich das letzte Mal wiedergeboren bin und nach diesem Leben nicht mehr wiedergeboren werde. Diese Behauptung von uns Christen den Buddhisten und Hinduisten gegenüber zu äussern vermag schwierig zu sein, aber selbst Paulus sagte: «Denn weil ich frei bin gegenüber allen, habe ich mich zum Sklaven aller gemacht, um möglichst viele zu gewinnen. Den Juden bin ich ein Jude geworden, […] Denen ohne Gesetz aber bin ich geworden wie einer ohne Gesetz […] Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden […] allen bin ich alles geworden, um in jedem Fall einige zu retten» (1. Korinther 9,19-23). 

Anschliessend kann ich diese Menschen fragen, ob sie ebenso diese Gewissheit hätten, dass sie diese letzte Stufe erreicht hätten und danach nicht mehr wiedergeboren würden. Falls die Antwort unsicher oder ein klares «Nein» sein sollte, frage ich diese Menschen, ob sie sich auch sicher sein wollen, genau wie ich. So kann eine Brücke geschlagen werden zu Menschen, die nicht an eine Ewigkeit glauben.

2. Korinther 5,17: «Wenn also jemand in Christus ist, dann ist das neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.» Weiter im Galaterbrief 5,1: «Zur Freiheit hat uns Christus befreit! Steht also fest und lasst euch nicht wieder in das Joch der Knechtschaft einspannen.» und ebenso im Johannesevangelium 14,6: «Jesus sagt zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, es sei denn durch mich». Jesus ist dieser eine Weg mit dieser Wahrheit, welchen viele Menschen suchen. Lasst euch nicht davon abhalten diesen Menschen in Liebe zu begegnen, denn «Denn in sehnsüchtigem Verlangen wartet die Schöpfung auf das Offenbarwerden der Söhne und Töchter Gottes […] Was wollen wir dem noch hinzufügen? Wenn Gott für uns ist, wer kann wider uns sein?» (Römerbrief 8,19.31

Dieser Beitrag stammt aus der Feder von Sebastian Küng, er ist Pastor i.A. und Pflegefachmann.

Foto: Pierre-Emmanuel BOITON

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Begeisterung

Wenn ich etwas richtig Gutes erlebt habe, oder an einem wundervollen Ort war, dann muss ich das meiner ganzen Familie, all meinen Freunden und auch allen anderen Mitmenschen sagen oder in irgendeiner Form mitteilen wie gut und toll alles war, denn ich bin ja richtig begeistert, von was auch immer es im Endeffekt war.

Warum aber reden wir immer wieder davon, dass wir «be-geist-ert» von etwas sind?

Es liegt daran, dass wir Menschen aus dem Geist gemacht sind, eine Seele haben und in einem Körper leben. Vielen wird das nicht einleuchten und einige werden vielleicht auch denken, dass die Seele und der Geist ja im Endeffekt ein und dasselbe sind. Nun, da muss ich verneinen. Wenn wir jetzt als Vergleich davon ausgehen, dass ein Computer auch aufgrund des Betriebssystems läuft, eine Software hat und in der Hardware eingebaut wurde, dann wird ersichtlich, dass auch der Mensch «Geist» ist, eine Seele hat und in einem Körper wohnt. Wenn du noch immer das Gefühl hast, dass das nicht stimmen kann, dann wirst du von Computer und Menschen nur wenig Ahnung haben, denn der Computer läuft ohne das Betriebssystem nicht und ebenso wenig existiert der Mensch ohne seinen Geist. 

So spricht Jesus zu seinen Jüngern im Johannesevangelium: «Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch vermag nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben.» (Joh 6,63).

Wenn wir jetzt also von etwas so sehr angetan und so voller Freude sind, dann sind wir im wahrsten Sinne des Wortes begeistert, denn wir leben in diesem Moment und «er-leben» diese Faszination und Schönheit woran alle teilhaben sollten. Genau so ist es auch mit der «Guten Nachricht», der «frohen Botschaft» dem «Evangelium». Alle, die diesen Geist von Jesus Christus von Nazareth in sich aufgenommen haben, sind davon so begeistert, dass sie diese Botschaft in voller Freude weitererzählen wollen, sodass alle daran teilhaben dürfen.

Dieser Gastbeitrag stammt aus der Feder von Sebastian Küng, Theologiestudent und Pflegefachmann aus Basel.