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Der soziale Einzelgänger

Tobias ist Flugbegleiter und Carchauffeur. Er liebt Menschen von Herzen, lebt aber gerne allein. Die Bedeutung seines Namens Tobias ist «Gott ist gut». Er ist sich sicher, dass diese Tatsache über seinem Leben steht. Er ist seinen Eltern unglaublich dankbar für diesen Vornamen, denn sein Nachname – Zweifel – steht in starkem Kontrast dazu.

Tobias mag die Unregelmässigkeit seiner Jobs. Seine Spontanität begleitet ihn schon sein Leben lang. Als er seinen Job als Flugbegleiter angefangen hat, ist er aus dem Berner Seeland nach Zürich gezogen. So hat er einige Neuanfänge auf einmal erlebt. Er merkt, dass Routine vielmal einfach nichts für ihn ist, und liebt es, seinen Horizont zu erweitern, neue Menschen zu treffen und diese verstehen zu lernen. Jedesmal, wenn man in einen Neuen Bereich hinein sieht, versteht man auf einmal neue Menschen, ihre Reaktionen auf Dinge, und dies tut ihm sehr gut.

Tobias ist mit 6 Geschwistern in der Nähe von Biel aufgewachsen. Mit all seinen Geschwistern hat er ein gutes Verhältnis. Ihm ist bewusst, dass dies überhaupt nicht selbstverständlich ist. Bei seinem früheren Beruf als diplomierter Pflegefachmann in einem Krankenhaus ist ihm aufgefallen, wie viele Patienten, die eigentlich Familie hätten, nie besucht wurden, oder keinen Kontakt mit Kindern oder Geschwistern hatten. Tobias freut sich immer, seine Geschwister zu treffen und weiss, dass ihm diese Freude auch von ihnen entgegenkommt.

Seine Eltern haben ihn sehr geprägt. Ihren christlichen Glauben haben sie ihm schon immer authentisch vorgelebt. Tobias kann sich nicht daran erinnern, dass sein Vater mal keine Zeit für ihn gehabt hätte. Dies ist für ihn unglaublich. Er durfte immer zu seinem Vater kommen mit seinen Fragen. Die einzige Zeit, die sein Vater allein für sich haben wollte, war früh morgens, wenn er in der Bibel gelesen und gebetet hat. Auch dies ist ein Wert, den Tobias so mitbekommen hat: Die Wichtigkeit der Beziehung zu Jesus.

Obwohl die Familie nicht reich war gaben die Eltern einen Teil ihres Einkommens an Menschen, die das Geld noch nötiger hatten als sie. Sie waren immer grosszügig. Auch dies hat Tobias stark geprägt. Er hat erlebt, dass Geben seliger ist als Nehmen, und dass Gott immer gut ist und ihn immer versorgt. Tobias lebt auch heute noch bescheiden, und dennoch sieht er sich selbst als sehr privilegiert und von Gott gesegnet. Wahrscheinlich würden andere in seiner Situation mehr an Gott zweifeln als er.  Es sei etwa einfach seine Sicht auf das Leben, die ganz von der Überzeugung geprägt ist, dass Gott gut ist.

Mit 16 Jahren hat Tobias eine Lehre als Mechaniker gemacht und danach ziemlich schnell gemerkt, dass dies gar nicht so sein Ding ist. Er begann danach ein Studium als Ingenieur und besuchte in den Mittagspausen manchmal eine alte, einsame Frau. Irgendwann begann er auch, Mathelektionen zu schwänzen, um stattdessen mit dieser alten Frau Zeit zu verbringen. So kam er auf die Idee, eine Ausbildung zum Krankenpfleger zu machen. Viele Jahre arbeitete er also im Krankenhaus und verbrachte seine oft Ferien damit, Kinderlager zu leiten. Er blieb also meist in der Schweiz. Nach fast 20 Jahren merkte er, dass er doch noch gerne etwas von der Welt sehen wollte. Geld fürs Reisen ausgeben wollte er aber dann doch nicht, und kam auf die Idee, Flugbegleiter zu werden. Sein Bruder ermutigte ihn darin indem er ihm sagte, er sei ein echter Diener. Wenn Tobias etwa an einem Fest ist, steht er am liebsten in der Küche und macht den Abwasch. An seiner Entscheidung für den Beruf als Flugbegleiter hat Tobias viel gezweifelt. Aber noch nie habe er so viel Bestätigung für etwas bekommen, wie für diese Entscheidung. So darf er nun vielen Menschen dienen, ihnen ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern und dabei auch die Welt entdecken. Er liebt seine neue Beschäftigung und weiss, dass er es wirklich geniessen darf.

Tobias erlebt, dass Gott ihn immer wieder zur richtigen Zeit an den richtigen Ort führt. Einmal war er unterwegs und ist dabei auf jemand gestossen, der erste Hilfe brauchte. So hat Tobias diese Person reanimiert, bis dann die Ambulanz da war. Als er am nächsten Tag wieder arbeiten ging, damals auf der Intensiv-Pflegestation, war er für genau diesen Patienten zuständig, welchen er am Tag vorher reanimiert hatte. Dabei war es für ihn das schönste, dass der Patient keinerlei Hirnschäden davongetragen hatte. Für ihn hat dies einmal mehr gezeigt, dass Gott alles im Griff hat.

Warum Gott manchmal aber Leid zulässt, weiss Tobias nicht. Dennoch hält er in jeder Lebenslage fest an seinem Schöpfer. Tobias ist dankbar für sein bisher so erfülltes Leben und sagt er sei auch bereit, heute zu sterben, wenn seine Zeit gekommen sei.

Tobias nennt sich selbst «sozialer, aufgabenorientierter Einzelgänger». Er sei weniger auf die Beziehung als auf die Aufgabe fokussiert. Er geniesst sehr, Menschen zu treffen, mit ihnen zu essen und Gemeinschaft zu haben, jedoch sehnt er sich nicht danach, sich wöchentlich oder auch monatlich regelmässig mit denselben Leuten zu treffen. Er hat nur wenige, wirklich tiefe Freundschaften, und damit ist er auch ganz zufrieden. Er liebt es, für die Menschen im Hier und Jetzt da zu sein.

Seine Ängste und Sorgen legt er immer bei Gott ab, und nicht bei Menschen. Immer wieder kommt er zurück auf die Tatsache, dass Gott gut ist und auch immer erreichbar ist, nicht wie die Menschen, die oft selbst mit ihren Problemen beschäftigt sind.

Tobias träumt davon, sich selbst immer als weniger wichtig zu sehen, gleichzeitig aber zu erkennen, dass er für andere Menschen wichtig ist und ihnen auch weitergeben kann, dass sie wiederum für ihre Mitmenschen und vor allem für Gott wichtig sind. Für Tobias ist jeder Mensch gleich wertvoll. Er vergleicht die Menschheit mit einem grossen Puzzle, wobei jedes Puzzleteil zwar etwa gleich gross ist, aber dennoch einzigartig ist und es auffällt, wenn eines davon fehlt. Er möchte die Puzzleteile in seiner Nachbarschaft zum Leuchten zu bringen.

Der Inhalt dieses Blogs stammt grösstenteils aus einem Interview von Tobias Grimm von Lifechannel. Die Bilder stammen aus Tobias Zweifels Facebook Album 🙂

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Entstehung meines Songs «Vollgas»

Schon als Kind habe ich immer wieder Lieder geschrieben, welche aber nie ganz fertig wurden. Eines Tages besuchte ich ein Songwriting Camp, in welchem ich fasziniert von den verschiedenen Schritten war, wie so ein Song zustande kommt.

Immer wieder in meinem Leben kamen Menschen auf mich zu und sagten, dass sie das Gefühl hätten, Gott sage ihnen, dass ich Songs schreiben soll für ihn. Teilweise waren das auch Menschen, welche ich nicht mal kannte.

So begann ich einen Song zu schreiben, bei welchem ich mir das Ziel nahm, ihn auch fertig zu schreiben. Ich hatte den Gedanken, ihn einfach für Gott zu schreiben und selber einfach in meiner stillen Zeit mit Gott zu singen. Ich dachte dort nicht darüber nach, den zu veröffentlichen. So packte ich einfach alles was mir auf dem Herzen war hinein. In dem Songwriting-Camp lernten wir, dass wir uns in einem Lied vor allem auf eine Message konzentrieren sollten. Ich brach diese Regel aber mit meinem Song. Doch wie gesagt, ich hatte nie darüber nachgedacht, dass den jemand anderes hören wird und wollte Gott einfach alles sagen, was in diesem Moment auf meinem Herzen war.

Im Camp hatten sie uns geraten, verschiedene Melodien, welche uns im Alltag in den Sinn kamen, einfach ins Handy zu summen. So nahm ich eine Melodie aus meinen Memos und passte den auf den Songtext an. Ich sang den Song ganz in mein Handy, schrieb den Text ins Reine und sang ihn ab und zu einfach in meinem Zimmer. Plötzlich hatte ich stark das Gefühl ich solle ihn aufnehmen und auf YouTube teilen. Ich vergass den Gedanken aber wieder.

Später, als ich wieder meine tägliche Zeit mit Gott hatte, war wieder das Gefühl da, ich solle den Song mit anderen Menschen teilen, um sie zu ermutigen. So sagte ich zu Gott: «Okay, ich werde ihn aufnehmen. Aber ich habe keine Ahnung wie und was es dazu braucht. Wenn du willst das ich das mache, führe mich Schritt für Schritt».

Da erinnerte ich mich, dass ein Bekannter von mir ein Studio besass. So schrieb ich ihm und teilte ihm meine Idee mit. Wir nahmen den Song auf und während dieser Zeit stellte sich recht spontan eine Band zusammen, welche bereit war, den Song einzuspielen. Ich erzählte einem Freund von der Idee, ein Musikvideo zu machen und dabei einfach mit dem Handy eine Kerze zu filmen und den Text einzublenden. Er ist Filmemacher und war schockiert von der Idee, ich aber war begeistert.

Als mein Song «Vollgas» fertig war, bot der Filmemacher mit an, ein qualitativ gutes Musikvideo zu drehen. Ich war zu Tränen gerührt, als das fertige Musikvideo mit dem Song online war. Die Message dahinter ist ganz einfach und doch provozierend. Es geht darum, «Vollgas» zu geben und Gottes Leitung zu vertrauen. Er kennt dich und mich am besten und er gibt uns was wir brauchen und oft sogar mehr.

Songwriting ist Kunst. Für mich bedeutet Kunst, dass jeder der damit konfrontiert wird, darin etwas sieht, das in seine Lebenssituation spricht. Ich bete, dass jeder der den Song hört, in seiner momentanen Situation ermutigt werden darf.

Naëmi liebt es, Gott anzubeten. Sie hat eine Gabe dafür, anderen Menschen die Schönheit und Kreativität Gottes zu zeigen!
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Lass Mich Sehen

Lass Mich Sehen – Samuel Fuchs

Vers:
Alles was ich hab; Alles was ich bin
Geb ich dir; Geb ich dir denn du bist
Alles was ich brauche
Und alles was ich will
Ich liebe dich; Ich liebe dich

Chorus:
Komm und lass mich sehen
Wer du wirklich bist
Ich will sein wo du bist; wo du bist

Vers:
Alles was ich sehe und alles was ich weiß
Wird bestimmt durch deine Liebe
Wird bestimmt durch dein sein
Und ich staune über dich
(2x)

Chorus:
Komm und lass mich sehen
Wie sehr du mich liebst
Ich will sein wie du bist; wie du bist
Komm und lass mich sehen
Wer du wirklich bist
Ich will sein wo du bist; wo du bis

Bridge:
Lass mich sehen Was du siehst
Lass mich spüren Was du fühlst
Lass mich sein Wie du bist (2x)
Zeig mir alles was du fühlst
Und alles was du siehst

Sobald wir eine Aufnahme von diesem Lied haben, werden wir sie hier veröffentlichen.

Wenn wir Lobpreis machen, kommen wir in Gottes Gegenwart. Wir erinnern uns selbst daran was er getan hat und wer er ist. Songs über seinen Charakter (was er tut) und seine Natur (was er ist) helfen uns dabei. Indem wir ihn loben (seinen Charakter) und preisen (seine Natur), wecken wir unseren Geist auf, wodurch unser Bewusstsein sich nicht mehr auf das offensichtliche beschränkt, sondern auch die geistlichen Wahrheiten und Tiefen Gottes einschließt, die wir sonst nur im Kopf, aber nicht im Herzen verstanden hätten. In anderen Worten bringt Gottes Gegenwart uns dazu, unser Wissen vom Kopf, ins Herz rutschen zu lassen. Wenn das passiert, sehen wir die Dinge mit Gottes Augen! Als Christen sind wir berufen uns selbst, unsere Mitmenschen und unsere Umstände mit Gottes Augen zu sehen. Lasst uns nie vergessen, dass Gottes Sicht die einzig wahre Sicht ist und dass Lobpreis eines der Dinge ist, die uns dazu führt, diese Sicht zu unserer Sicht zu machen.

Denn wer von den Menschen kennt die [Gedanken] des Menschen als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So kennt auch niemand die [Gedanken] Gottes als nur der Geist Gottes. Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, sodass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist;
‭‭1. Korinther‬ ‭2:11-12‬ ‭

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
‭‭Johannes‬ ‭4:24

Dieser Gastbeitrag sowie das obenstehende Lied wurden von Samuel Fuchs geschrieben. Er ist leidenschaftlicher Worshipper, liebt Jesus und hat ein Herz für alle Menschen. ‬

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Begeisterung

Wenn ich etwas richtig Gutes erlebt habe, oder an einem wundervollen Ort war, dann muss ich das meiner ganzen Familie, all meinen Freunden und auch allen anderen Mitmenschen sagen oder in irgendeiner Form mitteilen wie gut und toll alles war, denn ich bin ja richtig begeistert, von was auch immer es im Endeffekt war.

Warum aber reden wir immer wieder davon, dass wir «be-geist-ert» von etwas sind?

Es liegt daran, dass wir Menschen aus dem Geist gemacht sind, eine Seele haben und in einem Körper leben. Vielen wird das nicht einleuchten und einige werden vielleicht auch denken, dass die Seele und der Geist ja im Endeffekt ein und dasselbe sind. Nun, da muss ich verneinen. Wenn wir jetzt als Vergleich davon ausgehen, dass ein Computer auch aufgrund des Betriebssystems läuft, eine Software hat und in der Hardware eingebaut wurde, dann wird ersichtlich, dass auch der Mensch «Geist» ist, eine Seele hat und in einem Körper wohnt. Wenn du noch immer das Gefühl hast, dass das nicht stimmen kann, dann wirst du von Computer und Menschen nur wenig Ahnung haben, denn der Computer läuft ohne das Betriebssystem nicht und ebenso wenig existiert der Mensch ohne seinen Geist. 

So spricht Jesus zu seinen Jüngern im Johannesevangelium: «Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch vermag nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben.» (Joh 6,63).

Wenn wir jetzt also von etwas so sehr angetan und so voller Freude sind, dann sind wir im wahrsten Sinne des Wortes begeistert, denn wir leben in diesem Moment und «er-leben» diese Faszination und Schönheit woran alle teilhaben sollten. Genau so ist es auch mit der «Guten Nachricht», der «frohen Botschaft» dem «Evangelium». Alle, die diesen Geist von Jesus Christus von Nazareth in sich aufgenommen haben, sind davon so begeistert, dass sie diese Botschaft in voller Freude weitererzählen wollen, sodass alle daran teilhaben dürfen.

Dieser Gastbeitrag stammt aus der Feder von Sebastian Küng, Theologiestudent und Pflegefachmann aus Basel.

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Du bist der Einzige, der mich erfüllt.

You’re the only one – Chris Renzema
In diesem Song heißt es «auch wenn die Welt versucht mein Herz zu erfüllen, auch wenn die Welt versucht mir zu sagen Du wärst nicht treu, auch wenn die Welt versucht mich davon zu blenden wie gut Du bist – Du scheinst durch all das hindurch» – «Du bist der Einzige, der mich erfüllt»

Dieses Lied ist so eine gute Erinnerung daran, wer Gott ist und wie wir im Alltag schnell von ihm abgebracht sein können oder wie Umstände versuchen uns zu sagen er sei nicht gut. Ich denke, diese Herausforderung, an Gottes Güte und Treue zu glauben, begegnet uns immer wieder im Leben.

Aber er erweist sich selbst in jedem Umstand: vor ein paar Monaten wurde mir mit sehr kurzfristiger Ankündigung die Möglichkeit gegeben, einen Bratwurstverkauf vor einem Baumarkt zu organisieren (was hier in Australien sehr häufig ist) um dadurch Finanzen für meinen Missionseinsatz in Europa zu sammeln. Dabei standen viele Umstände dagegen, die Dokumente von der Stadt rechtzeitig genehmigt zu bekommen. Doch Gott hat den Weg frei gemacht. Einer meiner vorherigen Schulleiter hat mir grosszügiger Weise spontan zur Seite gestanden, um alles ordnungsgemäß auszufüllen. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben am Freitagnachmittag 10 Minuten vor Arbeitsschluss meine E-Mails gelesen und den Verkauf bewilligt. Im ganzen Prozess habe ich einmal mehr gesehen, wie Gott im Detail treu ist und wie sehr möchte, dass wir mit ihm zusammen arbeiten. Etwas vom Wichtigsten ist es dabei, durch Gebet mit ihm im Kontakt zu bleiben. Durch den Verkauf sind dann ziemlich genau AU$1000 rein gekommen! Was für ein «Erfolg» – aber auch da hat Gott mir gezeigt, dass nicht unsere Erfolge unser Herz erfüllen, sondern Er allein. Wenn ich Zeit mit ihm im allein verbringe, ihm zuhöre und durchführe womit er mich beauftragt, sein treuer Freund bin und seine Gnade annehme, und nicht versuche, Dinge aus eigener Kraft versuchen zu bewältigen… dann bin ich erfüllt von ihm!

Kathrin (ganz rechts, hier unterwegs mit Freunden in Basel) liebt es, in vielen verschiedenen Ländern unterwegs zu sein, Menschen von Jesus zu erzählen und ihnen Gottes Liebe nahe zu bringen. Momentan ist sie mit YWAM (Jugend mit einer Mission) in Australien unterwegs.
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Exzellenter oder perfekter Worship?

Was ist eine angemessene Anbetung für Gott? Muss es eine professionelle Band sein, die die Gemeinde in den Lobpreis leitet? Oder ist es auch ok, wenn der Lobpreisleiter nur drei Akkorde, und diese nicht einmal besonders gut, spielen kann? Die Israeliten brachten Gott in Form von Opfern Anbetung dar. Ein gesundes, kräftiges Schaf zum Beispiel war ein angemessenes Opfer für Gott. Doch nicht immer brachten sie angemessene Opfer dar. Manchmal musste Gott sie darauf aufmerksam machen, dass sie «billige» Opfer darbrachten. So lesen wir in Maleachi 1,8:

«Wenn ihr mir als Opfer ein blindes Tier darbringt, denkt ihr: ‘Das ist nicht so schlimm!’ Und wenn es ein lahmes oder krankes ist, meint ihr: ‘Das macht nichts!’ Bietet ein solches Tier doch einmal eurem Statthalter an! Ich, der HERR, der allmächtige Gott, frage euch: Glaubt ihr wirklich, er würde zufrieden mit euch sein und die Gabe freundlich annehmen?»

Hier geht es eigentlich nicht um die Opfertiere, sondern um die Haltung hinter dem Opfer. Die angesprochenen Israeliten wären ohne weiteres in der Lage gewesen, ein gesundes, kräftiges Opfertier darzubringen. Aber Gott war es ihnen nicht wert! Sie fanden, dass auch ein krankes Tier für IHN gut genug sei und behielten die gesunden lieber in ihrer Herde.

Wir bringen Gott heute keine Opfertiere mehr dar. Aber als seine Kinder beten wir ihn immer noch an mit unserem Leben. Wie ist deine Haltung gegenüber deinem Gott? Gibst du ihm das Beste von deinem Leben, oder darf er noch den «Rest» haben, den du nicht mehr brauchst? Wenn du ein Lobpreismusiker bist: «Gibst du dein Bestes, deine Fähigkeiten zu entwickeln, um ihn damit zu ehren?» Das würde z.B. konkret bedeuten, dass du dir täglich feste Zeiten einplanst, um dein Instrument zu üben. Vielleicht brauchst du Unterricht, um weiter zu kommen. Oder du gehst an ein Worship-Seminar, um dich für deinen Anbetungsdienst inspirieren zu lassen.

Wenn du also als Lobpreismusiker noch ganz am Anfang stehst, dann mach dir keine Gedanken, wenn deine Songs (noch) nicht so klingen wie die von Matt Redman oder Tim Hughes. Überleg dir aber, wie du dich weiter entwickeln kannst. Denn es ehrt Gott, wenn du Zeit investierst, um ihn anzubeten.

Exzellenter Worship bedeutet, das Beste für Gott zu geben, was du zu bieten hast.

Matthias ist leidenschaftlicher Lobpreisleiter und gibt Gott mit seinem Talent die Ehre.
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Lobpreis: Lob-Preis

Wie in diesem Wort schon verborgen geht es um zwei Dinge, und zwar um Lob und einen Preis. Jesus hat den Preis für unsere Schuld bereits schon mit seinem Leben bezahlt. Durch diese Tat hat uns Jesus einen Weg gebahnt, so dass wir jetzt seine Kinder heissen dürfen und dies auch wirklich sind!

In der Bibel heisst es im Hebräer 4,14-16:

Da wir nun einen grossen Hohen Priester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns am Bekenntnis festhalten. Denn wir haben nicht einen Hohen Priester, der nicht mit uns zu leiden vermöchte in unserer Schwachheit, sondern einen, der in allem auf gleiche Weise versucht worden ist, aber ohne Sünde. Lasst uns also freimütig hintreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden und uns so geholfen werde zur rechten Zeit. (Zürcher Bibel)

Jesus sitzt zur Rechten Gottes und regiert jetzt schon. Er ist der grosse Hohe Priester, der unser Leid und Schmerz hier auf der Erde kennt. In gleicher Weise wie wir wurde er auch in jeder Hinsicht versucht und blieb ohne Sünde! Dies ist nicht nur eine schöne Information zu wissen, sondern es ist eine Realität, in die wir als Kinder Gottes hineingeboren wurden, als wir ihm unser Leben übergeben haben. Deshalb können wir jetzt freimütig vor seinen Thron treten und Gnade, Barmherzigkeit und Hilfe zur rechten Zeit zu empfangen. Jesus hat unsere Schuld auf sich genommen, damit wir mit Gott eine Beziehung haben und ihn loben können.

In unserer Schuld hätten wir nicht vor Gottes Thron kommen können, doch jetzt als seine Kinder können wir zu jederzeit seinen Thronsaal betreten. Ich erlebe immer wieder, wie mir Gott in Zeiten vom Lobpreis persönlich begegnet. Er spricht, heilt, befreit und restauriert. Seit drei Jahren habe ich Probleme mit meiner Gesundheit und kämpfe immer noch, doch die Zeiten im Lobpreis erfüllen mich mit Kraft und helfen mir meinen Fokus auf meinen Schöpfer zu richten. Wenn wir seinen Namen erheben, kommt er gerne, denn er wohnt im Lob seines Volkes. Ich lobe Gott in den schweren wie in den guten Zeiten, denn er hat den ultimativen Preis für mich bezahlt. Mein Lob ist in den schweren Zeiten ein Opfer, denn ich gebe auf und darf von ihm empfangen. Gott ist derjenige der mich durchträgt, befähigt, ermutigt und tröstet. Wie kannst du ihn heute loben? Lobst du ihn auch in den schlechtesten Momenten deines Lebens? Denn er hat an dich gedacht, in dem schlimmsten Moment seines Lebens.

Johannes liebt es, Jesus in jeder Situation anzubeten, auch wenn seine Umstände nicht perfekt sind. So ist er eine grosse Ermutigung für viele, die in ähnlichen Situationen stecken.