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Studenten Blog Worship-Tipp

Beständig

Ich bin jemand, der Beständigkeit mag. Das habe ich herausgefunden, als mein Leben aus verschiedenen Gründen nicht mehr so beständig verlief, wie ich das gewohnt war. Inmitten der Stürme des Alltags wurde mir bewusst, dass ich mich oft von meinen Umständen oder Mitmenschen habe beeinflussen lassen. Durch den ersten Wohnortwechsel in meinem Leben fühlte ich mich plötzlich total entwurzelt. Das war ein unglaublich schreckliches Gefühl für mich, da ich seit 23 Jahren immer im selben Haus gewohnt und dieselbe Gemeinde besucht hatte. Rückblickend weiss ich nun, wie wertvoll diese äusserliche Beständigkeit für mich gewesen ist. Um jedoch zufrieden durchs Leben gehen zu können, muss ich mir eine innere Beständigkeit bekommen. Und diese finde ich bei Jesus. Ich habe erlebt, dass ER mein Zuhause ist. Egal, wo ich mich gerade auf dieser Welt befinde. Ich darf wissen, dass er mich durch alles trägt, wie auch in diesem Lied beschrieben ist, welches mich seit einiger Zeit begleitet.

Zu Beginn meines Theologiestudiums bei ISTL (International Seminary of Theology and Leadership) habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wer und wie Gott ist. Im brennenden Dornbusch hat er sich Mose offenbart und ihm die berühmte Antwort auf die Frage seiner Identität gegeben. Im 2. Mose 3,14 sagt Gott zu Mose «Ich bin, der ich bin». Einer unserer Dozenten hat uns erklärt, dass man dies auch mit «der Sich-erweisende» übersetzen kann. Dies zeugt von der Beständigkeit, die Gott in sich trägt. Er ist. Er war immer derselbe und wird sich nie verändern. Er wird sich immer erweisen als der, der er ist. Er ist immer treu. Er ist immer gerecht. Er ist immer vollkommen. Er ist immer die Liebe in Person. Allein auf ihn kann ich mich immer verlassen und werde nicht enttäuscht werden.

Was gibt dir im Leben Halt, Beständigkeit, oder ein Gefühl, zuhause zu sein?  

Text & Musik: Samuel Burn © 2019 Ekklesia Movement
Video: Brian Ceccato

VERSE 1
Du bisch mi Fröid i mine Träne
Mini Chraft zieh i us dir
Ke Ort wo du nid kennsch,
ke Schmärz wo du nid heilsch
Du gisch mir Muet we i verzwifle
I verlah mi ganz uf di

VERSE 2
Du bisch mis Liecht we i nur schwarz gseh
Du schinsch hell am Horizont
Ke Ort wo du nid kennsch,
ke Tag wo d’ mi nid gsehsch
Uf mini Frage bisch du d’Antwort
Du hesch gueti Plän für mi

CHORUS
Du ällei bisch beständig
Du bisch dä wo mi dür alles treit
Dini Liebi macht lebändig
Du hesch mir dr Wäg zum Himmel zeigt

BRIDGE
Du bisch beständig
Gisch mir ä Ort zum si
Nur du bisch d’Wahrheit
I boue ganz uf di

Dieser Beitrag wurde von Rebi Meier (24) verfasst. Entgegen ihrer Liebe für Beständigkeit zieht sie diesen Samstag bereits zum dritten Mal um.

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Teil 3: Was wir von Hudson Taylor lernen können – Zielgerichtet beten

Beim Schreiben der Arbeit bzw. beim Studieren der Literatur über James Hudson Taylor konnte ich sehr vieles über ihn erfahren. Zu Beginn hatte ich mich gefragt, was die Auswirkungen eines intensiven Gebetslebens sein konnten. Einige Punkte, die mir dabei wichtig wurden, sind folgende:

  • Taylors Gebete hatten sofortige Auswirkungen. Wenn er etwa im Operationssaal eine Nadel nicht mehr finden konnte, betete er und fand sie. Als in seiner Nachbarschaft ein Feuer loderte, betete er, es begann zu regnen und das Feuer erlosch, ohne Hudson Taylors Haus erreicht zu haben. Eines Tages war Taylor mit einem Begleiter unterwegs und sie waren hungrig. Taylor dankte Gott singend für die Speise, und sein Begleiter fragte ihn darauf, wo denn die Speise sei? Sie gingen nur ein paar Schritte weiter, bevor sie bei einem Mann vorbeikamen, welcher gekochten Reis verkaufte. So kamen sie zu einer guten Mahlzeit und wurden satt.
  • Seine Gebete hatten aber auch langfristige Auswirkungen, die teils sogar bis heute anhalten. Oftmals bat Taylor um Gebet für eine spezifische Anzahl neuer Missionare. Jedes Mal wurden seine und die Gebete seiner Gebetspartner erfüllt. Er und die neuen Missionare sorgten dafür, dass das Evangelium noch weiterverbreitet werden konnte und dass Menschen ihr Leben Jesus geben konnten.

Taylor war definitiv ein Mann des Gebets. Er betete täglich, oft mehrmals und war in einem ständigen inneren Dialog mit Gott. Die vielen Geschichten über Gebete, die erhört wurden, zeugen davon, dass Gott Taylor ernst genommen und ihm Gunst geschenkt hat. Natürlich wurden nicht alle Gebete Taylors erhört, ansonsten wäre wohl seine erste Ehefrau nicht schon mit 31 Jahren gestorben. Taylor vertraute, obschon er viel Schwieriges erleben musste, auf die Souveränität Gottes. Sein Gebetsleben veränderte ihn selbst und seine Umstände. Taylor machte folgende Aussage:

«Es lohnt sich, darüber nachzusinnen, ob nicht eher unsere Gebete als die äusseren Umstände unser Leben formen und ob nicht eher unsere äusseren Erfahrungen dem tiefsten Verlangen entsprechen, das wir im Gebet vor Gott bringen».

Seine ständige Nähe zu Gott war offenbar äusserlich sichtbar, wie eine Frau über ihn berichtete. Sie sagte, dass aus seinem Gesicht das Licht Gottes strahlte! Aus dieser Nähe zu Gott hatte Taylor die Gewissheit, dass er nach China ziehen sollte, um dort die Menschen zu Jesus zu führen. Dank Taylors Gebeten schlossen sich viele ihm an und wurden ebenfalls Missionare. Ich denke, dass es keine schöneren Auswirkungen des Gebetes gibt, als wenn Menschen ihr Leben Jesus geben. Dies war das Ziel, welches Taylor ständig vor Augen hatte. Durch ihn und seine vielen Mitarbeiter durften viele Chinesen Jesus kennenlernen.

Taylor betete immer sehr zielgerichtet und konkret und wurde dafür oftmals mit der Erhörung der Gebete belohnt. Dies möchte ich in Zukunft auch mehr tun und dazu möchte ich auch dich ermutigen. Wo hast du schon erlebt, wie Gott deine konkreten Gebete sofort oder im Laufe der Zeit beantwortet hat?

Rebi hat schon oft erlebt, dass Gebete sofort beantwortet wurden.
Auch sie hat erlebt, dass Gebete nicht erhört wurden. Dennoch hält sie an Gottes Zusage fest, dass er die Gebete seiner Kinder hört und ernstnimmt.