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Teil 2: was wir von Hudson Taylor lernen können – Identität in Jesus

Hudson Taylors Eltern weihten ihn, noch bevor er das Licht der Welt erblickte, ganz Gott. Sie waren sich bewusst, dass Kinder eine Leihgabe Gottes waren und nicht ihr Eigentum. In einem Gebet baten sie Gott, ihnen die Fülle des Heiligen Geistes zu schenken, damit ihr Erstgeborenes ab der ersten Stunde ganz dem Herrn gehören sollte. So prägte ihn das Gebet bereits vor seiner Geburt. Sein Vater hielt täglich eine Andacht und lehrte Taylor und seine Geschwister zu beten. Für ihn wurde es normal, sich in jeder Lage zu Gott zu wenden.

Was ebenfalls einen grossen Einfluss auf sein Gebetsleben hatte, war sein Gottesbild und sein Verständnis von Christus. Es war ihm klar, dass Jesus bereits alles vollendet hatte und dass er ohne Gottes Wirken nichts erreichen könnte. Er hatte verstanden, dass er eins war mit Christus und an allem teilhatte, was dieser besass. Taylor wusste, dass er zu Gottes Reichtum, Ruhe und Gnade zugreifen konnte. Taylor war überzeugt, dass Gebete nicht zurückgewiesen werden konnten, wenn sie im Namen Jesu gebetet würden und nach dessen Willen waren. Diese Überzeugung beeinflusste sein Gebetsleben und sie erklärt auch, wieso Taylor dem Gebet einen sehr hohen Stellenwert in seinem Leben gab. Nicht nur, wie Taylor Jesus gesehen hat, sondern vor allem auch das Bewusstsein seiner eigenen Identität waren von grosser Bedeutung in Bezug auf das Gebet. Als ihn sein Gastgeber einmal fragte, ob er sich denn immer bewusst sei in Christus zu sein, antwortete Taylor wie folgt:

«Habe ich die Nacht, als ich schlief, aufgehört, in Ihrem Hause zu sein, obwohl ich mir dessen im Schlafe nicht bewusst war? Wir sollten uns nie bewusst sein, dass wir nicht in Christus sind».

Er wähnte sich also immer in Christus, ob es ihm denn gerade bewusst war oder nicht. Aus diesem Grund war Taylor auch sicher, dass Christen die ganze Fülle Christi zu besitzen. Dies erklärte er so:

«Gott will uns alles geben, was wir nötig haben, wenn wir es wirklich nötig haben. Er stattet uns nicht auf einmal für unser ganzes Leben aus. Wir brauchen uns nicht mit der Last der Vorräte für nächstes Jahr abzuschleppen. Unterwegs gibt es neue Nahrung, neues Licht, neue Kraft, neue Offenbarungen, je nachdem es erforderlich ist».

Diese Aussage zeigt auf, dass er Gott wirklich vertraut hat. Er wusste, dass er im Moment noch nicht alles hatte, was er für die Zukunft gebrauchen würde. Aber er wusste auch, dass Gott seine Situation kannte und ihn immer mit dem gerade Notwendigen versorgen würde.

Rebi hat sich in letzter Zeit mit der Geschichte Hudson Taylors befasst und wurde dadurch ermutigt, inspiriert und herausgefordert, ihr Gebetsleben zu vertiefen.

Schon oft habe ich mir Sorgen gemacht um die Zukunft. Meist unbegründet. Gott hat mir immer gezeigt, dass er mich in jedem Moment mit allem versorgen würde, was ich gerade brauchte. Welches Bild habe ich von Jesus? Und was denkst du über ihn? Bist du dir bewusst, dass du immer in ihm bist und dass niemand dich aus seiner Hand reissen kann? Dieses Bewusstsein verändert dein Leben, dem bin ich mir sicher.

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Was, wenn Gott heute noch heilt?

Vor kurzer Zeit haben mich meine Cousine und ihrer zwei Klassenkameradinnen bezüglich meiner Tätigkeit als Fotografin interviewt. Als ich die drei gesehen habe, sind mir gleich die Krücken aufgefallen, welche das eine Mädchen benutzte, um ihr linkes Knie zu entlasten. Sofort hatte ich den Gedanken, ich sollte für dieses Mädchen um Heilung beten. Während dem Interview lernten mich die drei etwas besser kennen. Ich erzählte ihnen von meinem Theologiestudium, von meiner Liebe zu Jesus und natürlich einiges über die Fotografie. Nebenbei erwähnte ich auch, dass ich gerne für Menschen bete, damit sie von Krankheiten geheilt würden. Das Mädchen mit dem verletzten Knie erzählte, dass sie beim Sport hingefallen war seither Schmerzen hatte und ihre Bewegung aufgrund der starken Schwellung eingeschränkt sei. Die Zeit verging wie im Flug und bald mussten wir alle wieder zum Bahnhof, um rechtzeitig unsere Züge zu erwischen. Meine Cousine, die auch an Jesus glaubt, war bereits verschwunden und ich hatte auch nicht mehr viel Zeit, bevor mein Zug losfahren würde. Beim Verabschieden fragte ich das Mädchen mit den Krücken, ob ich für ihr Knie beten dürfte. Sie gab mir die Erlaubnis, und so legte ich meine Hand auf ihr Knie und befahl dem Schmerz halblaut, im Namen Jesu zu verschwinden. Es passierte nichts. Also betete ich noch einmal und verabschiedete mich dann von den beiden Mädchen. Später am Abend dachte ich über das Geschehene nach und betete noch einmal, Gott möge das Knie heilen.

Am nächsten Tag bekam ich eine Nachricht von meiner Cousine. Ihre Kollegin sei heute ohne Krücken zur Schule gekommen! Sie habe am Abend plötzlich eine starke Hitze gespürt in ihrem Knie. Seitdem war die Schwellung weg und die Schmerzen verschwunden. In dieser Nacht brauchte sie erstmals seit dem Unfall keine Schmerzmittel mehr, sie war komplett geheilt!

Dieses Erlebnis hat mich wieder einmal ermutigt, vermehrt über meinen Schatten zu springen und meine Menschenfurcht hinter mir zu lassen. Inmitten vom feierabendlichen Pendlerchaos für jemand fremdes zu beten brauchte etwas Mut. Ansonsten kostete es mich nichts. Für das Mädchen hat sich aber etwas verändert.

Nicht immer bin ich mutig. Oft denke ich, ich habe zu wenig Zeit oder keine Lust. Ich habe tausend Ausreden. Und oft geschieht gar nichts wenn ich für jemand bete. Aber wenn Gott mich brauchen will, um jemand zu heilen, wieso sollte ich mich verweigern?

Die gleiche Kraft, die Jesus von den Toten auferweckt hat, lebt in uns! Darum lasst uns die Kranken heilen! Lasst uns mutig sein, auch wenn manchmal nichts geschieht.

Glaubst du an einen Gott der KANN und manchmal NICHT TUT? Ich glaube an ihn. Und ich vertraue ihm auch dann, wenn nichts geschieht. Auch dann ist er gut.

Erlebt und geschrieben von Rebi.
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Ermutigung im Schwimmbad

Letzte Woche ging ich nach der Schule ins Schwimmbad, um dort ein paar Längen zu schwimmen. Das habe ich mir zur Gewohnheit gemacht, um nach dem kopflastigen Schultag etwas auf andere Gedanken zu kommen und um meinem Körper etwas Gutes zu tun.
Nachdem ich mich etwas ausgepowert hatte, nahm ich eine warme Dusche und ging dann in die Umkleidekabine. Ich nahm meinen Fünfliber aus dem Schliessfach und gab ihn der Frau, die gerade angekommen war und ihre Kleider in ein Schliessfach verstaute. Erstaunt schaute sie mich an und fragte mich, wieso ich ihr diese 5 Franken schenken wollte. Ich sagte ihr, dass ich selber reich beschenkt sei und deshalb gerne andere Menschen beschenke. Dann erklärte ich ihr, was auf dem Rand des Fünflibers steht: Dominus Povidebit – Gott versorgt. Darauf meinte sie, dass sie sich momentan nicht so beschenkt fühle, auch wenn es ihr grundsätzlich gut gehe. Dann begann sie, ihre Lebensgeschichte vor mir auszubreiten, während sie sich umzog. Schliesslich durfte ich für sie beten und sie ermutigen, wieder mit ihren Sorgen und Anliegen zu Gott zu gehen und ihn um alles zu bitten, was sie sich wünscht. Nachdem ich Amen gesagt habe, schaute ich ihr in ihre tränengefüllten Augen. Sie war sichtlich gerührt, bedankte sich herzlich und umarmte mich lange.
Ich hoffe, sie am nächsten Montag nochmals anzutreffen, denn ich glaube sie hat ein offenes Herz und sehnt sich nach Gemeinschaft. So genial, was Gott machen kann, wenn wir bereit sind, seine vorbereiteten Werke zu tun. Egal wann, egal wo!

Bildquelle: Famigros