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Soll der Worshipleiter etwas sagen während dem Worship?

Ich bin der Typ Worshipleiter der findet, es werde genug gesprochen in unseren Gottesdiensten. Also muss ich meinen Mund nicht auch noch auftun, um noch mehr zu sagen, sondern viel mehr die Leute in den Worship miteinladen. Und genau diese Einladung ist der springende Punkt.

Als ich mich im Mai 2019 mit dem Schweizer Worshiper Bene Müller traf, fragte ich ihn, was für ihn eines der wichtigsten Dinge in Bezug auf Worship leiten ist. Er antwortete mir:

«Weisst du, immer bevor ich eine Lobpreiszeit starte erkläre ich kurz in zwei Sätzen was Lobpreis ist und lade sie ein, Teil davon zu sein.»
– Bene Müller

Das nahm ich mir zu Herzen. Ich bin immer noch der Meinung, wenn man als Worshipleiter (diesen Begriff gibt es übrigens es noch gar nicht so lange, aber das ist ein anderes Thema) auf der Bühne stehe, muss ich nicht viele Worte verlieren. Aber ich begann kurz zu erklären, was Worship ist und wie wir Worship zu Gott ausdrücken können.

ABER es kommt auch immer noch darauf an, wie wir das tun: Wenn ich zehn Mal höre: «Hebt eure Hände zu Gott», dann fühle ich mich unwohl und eher an einem Konzert. Wenn aber im richtigen Moment gesagt wird: «Lasst uns gemeinsam unsere Hände zu Gott erheben als Zeichen unserer Hingabe», kann das ein unglaublich starkes Statement sein!

Warum mache ich das? 1. Oftmals, oder auch hoffentlich sind Leute da, die noch nie Worship erlebt haben. Und 2. auch wenn schon alle Christen sind, ist es immer noch eine gute Erinnerung, warum wir das tun.

Seit ich diesen Ratschlag von Bene befolge, kommen viele Leute auf mich zu und danken mir, dass ich das mache. Es gibt ihnen Sicherheit, was als nächstes passieren wird und ein Gefühl der Einheit.

Wie sind deine Erfahrungen mit Ansagen im Worship, was ist dein Stil?

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Teil 1: was wir von Hudson Taylor lernen können – Dankbarkeit

In den letzten Monaten habe ich mich intensiv mit dem Chinamissionar James Hudson Taylor auseinandergesetzt. Ich habe anhand Biografien und historischer Primär- und Sekundärliteratur sein Gebetsleben untersucht und möchte einige persönliche Erkenntnisse sowie einige Zitate Taylors mit euch teilen.

James Hudson Taylor wurde am 21. März 1832 als erstes Kind seiner Eltern in England geboren. Bereits im Kindesalter durfte er Jesus kennenlernen und seine Eltern lehrten ihn, täglich Zeit mit Gott zu verbringen. Im Teenageralter geriet er in Kontakt mit anderen Jugendlichen, die sich über den Glauben und alles was damit zu tun hatte, lustig machten. Bald wollte Taylor auch nichts mehr von Gott wissen. Seine Schwester und seine Mutter beteten inständig um seine Errettung, und seine Mutter liess nicht davon ab, bis sie eines Tages eine Gewissheit verspürte, dass ihr Sohn nun sein Leben Jesus gegeben hatte. Die Sicherheit, nicht durch eigenes Werk, sondern durch das Werk Christi gerettet worden zu sein, gab Taylor Frieden, Ruhe und Freiheit.

Taylor erfuhr später von den Gebeten seiner Mutter. Dies prägte ihn sehr, und es zeigte ihm auf, dass Gebet kraftvoll ist und grosse Auswirkungen haben kann. Er begann eine medizinische Ausbildung, schloss diese aber erst viele Jahre später ab. Als er einundzwanzig Jahre alt war reiste Taylor erstmals nach China, um dort den Menschen das Evangelium zu bringen. Mit einfachen Mitteln hatte er in England begonnen, Chinesisch zu lernen und setzte das Sprachstudium in China fort. Er konnte als Arzt arbeiten und kam so rasch in Kontakt mit der chinesischen Bevölkerung.

Taylor erfuhr später von den Gebeten seiner Mutter. Dies prägte ihn sehr, und es zeigte ihm auf, dass Gebet kraftvoll ist und grosse Auswirkungen haben kann. Er begann eine medizinische Ausbildung, schloss diese aber erst viele Jahre später ab. Als er einundzwanzig Jahre alt war reiste Taylor erstmals nach China, um dort den Menschen das Evangelium zu bringen. Mit einfachen Mitteln hatte er in England begonnen, Chinesisch zu lernen und setzte das Sprachstudium in China fort. Er konnte als Arzt arbeiten und kam so rasch in Kontakt mit der chinesischen Bevölkerung.

Er heiratete, wurde Vater und verlor einige seiner Kinder schon sehr bald wieder. Auch seine erste Frau starb in jungen Jahren. Kurz darauf schenkte ihm Gott eine neue Frau, mit der er den Rest seines Lebens verbringen durfte. In diesen Situationen beeindruckt mich Taylor sehr, denn gerade in den schwersten Momenten seines Lebens blieb er dankbar. Am Sterbebett seiner ersten Frau dankte er Gott für die gemeinsamen Jahre, die er ihnen geschenkt hatte. Auch als seine älteste Tochter noch im Kindesalter starb, war er sich sicher, dass Gott keine Fehler machte und er wusste, dass seine Tochter jetzt bei Jesus war. Auch als er unter schwierigsten Umständen die Menschen in Inneren Chinas erreichen wollte und viele Hindernisse überwinden musste war er dankbar. Er meinte etwas davon nachempfinden zu können, was Jesus erlebt hatte und fühlte sich dadurch noch stärker mit ihm verbunden als in erfolgreichen und einfacheren Zeiten.

Diese Einstellung Taylors fordert mich heraus. Danke ich Gott für das, was ich habe? Oder für das, was mir gerade genommen wurde?

In einer schwierigen Situation wurde mir bewusst, dass Dankbarkeit einen grossen Unterschied macht in meinem Leben. Als ich mit 17 Jahren meinen erst 44-jährigen Vater verlor, war ich alles andere als dankbar. Ich war wütend auf Gott. Ich verstand ihn nicht und verstehe auch heute noch nicht, warum mein lieber Vater sterben musste. Ein paar Jahre später jedoch wurde mir aber bewusst, dass Gott mir meinen Vater geschenkt hatte. Ja, er hat den Krebs nicht besiegt. Gott hat ihn scheinbar nicht geheilt. Aber in der letzten Woche seines Lebens sagte er mir, Gott habe ihn geheilt. Erst Jahre später verstand ich, was er damit gemeint hatte. Sein Körper starb. Aber seine Seele war geheilt. Gott hat mir einen genialen Vater geschenkt. Während 17 Jahren wusste ich mich immer von ihm geliebt. Er war mir ein Vorbild im Glauben. Er hörte nie auf, zu hoffen und hielt an Jesus fest, auch wenn er täglich unter Schmerzen litt. Er war nicht perfekt, aber ich hätte mir keinen besseren Vater wünschen können. Ich bin Gott unendlich dankbar, dass ich die Tochter eines solch genialen Mannes sein darf. Auch wenn ich ihn vermisse, will ich immer für die Zeit dankbar sein, in der ich ihn bei mir haben und von ihm lernen durfte.

Rebi’s Vater blieb bis zu seinem Lebensende zufrieden.
Dieses Foto entstand etwa 2 Wochen vor seinem Tod.
Dieser Beitrag wurde geschrieben von Rebi.
Auf diesem Bild war sie knapp 17 Jahre alt, heute ist sie 24.

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Jugiweekend Pfimi SG

Anfang September hatten Marco und Bea die Gelegenheit, sich ein Wochenende lang in die Jugendgruppe der Pfimi St. Gallen zu investieren. Hier ein paar Fotos vom Weekend auf dem Pizol sowie einige Stimmen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern:

Das Jugiweekend mit Marco und Bea Jörg vom David Dienst hat uns als Jugendgruppe positiv herausgefordert. In den einzelnen Sessions ging es um die grundlegenden Fragen des Glaubens: «Wer bin ich? Warum glaube ich? Was glaube ich?». Wir wurden in die Anbetung Gottes hineingenommen – es war belebend und ermutigend. Als Team wurden wir gut begleitet und gecoacht, auch im Hinblick auf die Zukunft, nicht nur das Hier und Jetzt. Ich persönlich hatte viele AHA-Momente und möchte an diesen dranbleiben und in mein Leben einbauen. Gott ist gross und nichts ist ihm unmöglich!

Das Wochenende auf dem Pizol war eine super Zeit mit viel Gemeinschaft, Austausch, Abenteuer und Lobpreis. Marco Jörg hat uns herausgefordert, über grundlegende Fragen unseres Glaubens nachzudenken und auszutauschen, sowie Wahrheiten darüber in der Bibel zu suchen. Die Zeit des Austauschens mit Bea und Marco während dem Essen, beim Klettern und beim Spiele spielen war ermutigend, genauso wie auch herausfordernd.

Das Weekend mit Marco und Bea war sehr spannend und man wurde durch seine Inputs sehr herausgefordert, da er uns aus unserer Komfortzone herausholte. Es ging um Basics im Glauben und trotzdem oder gerade deshalb haben wir uns intensiv damit auseinandergesetzt was wir denn wirklich glauben: „back to the roots“ sozusagen.
Vor allem fand ich es inspirierend zu sehen und zu hören, wie er mit Jesus unterwegs ist und wie er Kirche lebt. Es geht nicht um Tradition, um Gewohnheiten und Bequemlichkeit, sondern um echte Nachfolge.