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Besonnenheit

Immer wieder zeigt mir der Herr auf, wie Selbstgerecht wir Menschen doch sind. Wir denken doch wirklich, dass unsere Gerechtigkeit besser ist als die von Gott, aber meistens ist es uns nicht mal bewusst, dass wir Selbstgerecht reden und handeln.

Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? Matthäus 7:3

Es begann alles mit einem Diebstahl, ein Facebook-Kontakt informiert auf der Social-Media über diesen Vorfall. Darauf prasseln natürlich ganz viele böse Kommentare gegen den Unbekannten Dieb/e! Darunter sehr viele richtende Äusserungen. Bei mir kam gleich ein ganz schlechtes Gefühl von Traurigkeit hoch und der Herr gab mir – Johannes 8 – „Wer keine Sünde hat, der werfe den Ersten Stein.“ Viele Kommentatoren warfen mit geschriebenen Worten, anstatt mit Steinen um sich.

Folgende Frage kam in mir auf: Gott, wie sollte ich auf die Ankläger reagieren, sollte ich meine Stimme erheben und mich in die Situation einmischen?

Ich gab mich noch tiefer in das Wort Gottes, und beleuchtete, was Jesus im Johannes-Vers getan hat. Jesus warte ab, und erst als die Pharisäer, um Jesus Meinung zu ihrem Urteil baten, erhob Jesus seine Stimme mit der klaren Aussage: „Seid ihr nicht auch Sünder? Also warum erachtet ihr Ihre Sünde, schlimmer als eure? Führt eure nicht auch zum Verderben?“

Sind wir denn was Besseres? (Christen oder nicht Christen) Nein, ganz und gar nicht, wir haben auch Sünde begannen. Es gibt auch keine schlimmere Sünde als die Andere – Sünde ist Sünde.

Wir sollten wirklich aufhören damit, andere Menschen anzuklagen. Ist nicht schon genug, dass der Teufel dies macht? Es ist ein Charakterzug des Teufels, die Sünder anzuklagen, den Menschen mit Strafe und Verderben zu drohen. Der Teufel möchte, dass wir uns verloren, einsam, gerichtet und zum Tode verurteilt fühlen – alles natürlich mit dem Gedanken von Gott im Stich gelassen worden zu sein!

Lasst uns als Christen, welche die Wahrheit kennen, besonnen und in der Ruhe Gottes, auf Situationen, wie im Falle einer Anklage herangehen. Es kann ein grosser Fehler sein, sich unüberlegt und ohne Absprache mit Gott in einen Kampf hereinzubegeben. Sonst kann es ganz schnell passieren, dass wir Partei ergreifen müssen, und wir schnell vergessen, dass wir parteilos  (gegenüber Menschen, das Richten und eigener Gerechtigkeit) sein sollten, bez. zur Partei Gottes gehören. Wir Christen sind ein Sprachrohr Gottes, aber nicht in jedem Moment, ist es von Gott gewollt, Sprachrohr zu sein. Warum?

Falsche Geister können uns, besonders in Stresssituationen & Konflikten, zu falschen Aussagen verführen und uns dann Anklagen, nicht für Gott, sondern gegen Gott zuarbeiten. Lasst uns nicht aus eigener Kraft – Friedensrichter, sondern aus der Kraft Gottes und nur wenn es erwünscht ist, sein.

Denn ohne Liebe und Gnade ist ein Mensch, der seine Gerechtigkeit über Gottes stellt, und Jesus als Gott nicht erkannt hat. Wer keine Sünde hat, werfe den ersten Stein.

Wir Christen kennen die Liebe und Gnade – also lasst uns danach handeln und ein gutes, ruhiges, Besonnens Vorbild sein!

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Gottes Job

Manchmal ist es einfach, andere Christen oder Ungläubige auf ihre Sünden hinzuweisen – Den Fingern schön auf den Anderen richten und sich selbst auf einen frommen Thon zu setzten– Doch sollten wir dies als Kind Gottes wirklich tun?

Bei Ungläubigen gilt, die Sünden nicht anzusprechen, da sie noch gar nicht Gott erkannt haben, somit ist es für Ungläubige unmöglich ihre Sünden selbst zu erkennen. Sie wissen nicht, was Sünde ist und wie damit umzugehen! Es ist nicht unser Recht voreilige Schlüsse zu ziehen oder zu richten, erst Recht nicht, wenn es sich um Menschen handelt, die noch Gott fern leben.

Oft verfallen wir Christen gegenüber Ungläubige in eine, ich bin ein Kind Gottes und du nicht Haltung, was uns Gott uns eindeutig nicht so lehrt. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich wieder daran zu erinnern, dass wir selber auch mal Ungläubig waren und Gott uns trotz jeder Sünde angenommen hat! – Ungläubige annehmen, akzeptieren, respektieren und die Liebe Gottes entgegenbringen – Ist dies nicht der richtige Weg?

Denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkennen und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten trachten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen. Römer 10:3

Bei Gläubigen gilt, Geist geführt zu handeln und so Gott im Gebet zu fragen, ob es richtig ist, die Schwester oder den Bruder auf die Sünde, die sie/er noch nicht gesehen haben, aufmerksam zu machen. Wenn Gott kein Handlungsbedarf von unserer Seite sieht, dann können wir für die Schwester und den Bruder, um Wahrheit und Erkenntnis in Bezug auf diese Sünde, beten – Gott wird an Christen arbeiten, wenn Christen auch soweit sind, die Sünde zu sehen, erfassen und Gott vorzubringen (Umkehr, Busse).

Jedes Ereignis, alles auf der Welt hat seine Zeit: Geborenwerden und Sterben, Pflanzen und Ausreißen, Töten und Heilen, Niederreißen und Aufbauen, Weinen und Lachen, Klagen und Tanzen, Steinewerfen und Steinesammeln, Umarmen und Loslassen, Suchen und Finden, Aufbewahren und Wegwerfen, Zerreißen und Zusammennähen, Schweigen und Reden, Lieben und Hassen, Krieg und Frieden. Was also hat der Mensch davon, dass er sich abmüht? Ich habe erkannt, was für eine schwere Last das ist, die Gott den Menschen auferlegt hat. Für alles auf der Welt hat Gott schon vorher die rechte Zeit bestimmt. In das Herz des Menschen hat er den Wunsch gelegt, nach dem zu fragen, was ewig ist. Prediger 3:1-11

Gottes Gerechtigkeit ist nicht unsere Gerechtigkeit- Um Gottes Gerechtigkeit zu erfahren, müssen wir Gott in unserem eigenen Leben erfahren und IHN erkannt haben.

Wir müssen Gott also besser kennenlernen, um seine Gerechtigkeit und seinen Willen besser zu verstehen. So lernen wir nicht nur IHN, sondern uns und unsere Mitmenschen besser kennen! Wir sehen, wie Gott uns sieht und wie er andere Menschen sieht (ob Gläubig oder nicht)- erst Recht lernen wir so zu lieben, wie Gott liebt!

Dies ist schliesslich unsere Aufgabe als Christ – Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, oder? Doch ohne Gott zu kennen, für sich selbst seine Gnade und seine Liebe, die er uns durch sein Sohn offenbart hat, anzunehmen, erfahren, können wir unmöglich Liebe für uns und den Nächsten darbringen!

Wahrhaftig zu Lieben ist Gottes Liebe zu kennen und diese auch für Sich und Andere annehmen!

Wahrhaftige Gerechtigkeit geht nur, wenn man Gottes Wesen – was Liebe ist –  Seine Gnade und Grösse im Herzen verstanden hat!

Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; sondern soviel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege (Jesaja 55:8)

Eine tiefe Beziehung zu Gott, Jesus Christus, ist somit der Schlüssel, um Gott besser kennen zu lernen und so seine Gerechtigkeit zu unserer Gerechtigkeit zu machen!

Wenn wir wirklich Gott gehorchen, uns täglich für das Gute entscheiden wollen, müssen wir seine Gedanken zu unseren machen!

Seine Liebe zu unserer machen!

Ein Wachstums-Prozess als Kind Gottes!

Nur so können wir im Glauben, in der Beziehung zu Gott wachsen und anderen Menschen so entgegentreten, wie es Gott von uns will! Nur so können wir gehorsam im Geist wandeln!

Konzentrieren wir uns zuerst auf unsere Beziehung zu Gott, als die Finger voreilig gegen andere zu richten! Ansonsten übersehen wir sehr schnell, dass wir Gottes Platz einnehmen und ungehorsame, selbstgerechte Richter spielen!

Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge? Matthäus 7:3

Dabei steckt hinter jedem Richter spielen – ein fleischlicher Wandel als Kind Gottes = Ungehorsam – Sünde gegen Gott – Rebellion!

Erwischt, lieber scheinbar süsser und frommer Wichtel-Geist!

Schlimmstenfalls verbauen wir Gott, durch unsere Selbstgerechtigkeit und unser Richten die Möglichkeit, einem Menschen – Gott näher zu bringen, den Glauben an Gott – eine Umkehr, Erkenntnis und Offenbarung (Ungläubig oder Gläubig)!

Es ist viel leichter Nicht-Richter zu sein als, den Job Gottes machen zu wollen! Überlässt du nun auch Gott, seinen Richter-Thron?