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Soll der Worshipleiter etwas sagen während dem Worship?

Ich bin der Typ Worshipleiter der findet, es werde genug gesprochen in unseren Gottesdiensten. Also muss ich meinen Mund nicht auch noch auftun, um noch mehr zu sagen, sondern viel mehr die Leute in den Worship miteinladen. Und genau diese Einladung ist der springende Punkt.

Als ich mich im Mai 2019 mit dem Schweizer Worshiper Bene Müller traf, fragte ich ihn, was für ihn eines der wichtigsten Dinge in Bezug auf Worship leiten ist. Er antwortete mir:

«Weisst du, immer bevor ich eine Lobpreiszeit starte erkläre ich kurz in zwei Sätzen was Lobpreis ist und lade sie ein, Teil davon zu sein.»
– Bene Müller

Das nahm ich mir zu Herzen. Ich bin immer noch der Meinung, wenn man als Worshipleiter (diesen Begriff gibt es übrigens es noch gar nicht so lange, aber das ist ein anderes Thema) auf der Bühne stehe, muss ich nicht viele Worte verlieren. Aber ich begann kurz zu erklären, was Worship ist und wie wir Worship zu Gott ausdrücken können.

ABER es kommt auch immer noch darauf an, wie wir das tun: Wenn ich zehn Mal höre: «Hebt eure Hände zu Gott», dann fühle ich mich unwohl und eher an einem Konzert. Wenn aber im richtigen Moment gesagt wird: «Lasst uns gemeinsam unsere Hände zu Gott erheben als Zeichen unserer Hingabe», kann das ein unglaublich starkes Statement sein!

Warum mache ich das? 1. Oftmals, oder auch hoffentlich sind Leute da, die noch nie Worship erlebt haben. Und 2. auch wenn schon alle Christen sind, ist es immer noch eine gute Erinnerung, warum wir das tun.

Seit ich diesen Ratschlag von Bene befolge, kommen viele Leute auf mich zu und danken mir, dass ich das mache. Es gibt ihnen Sicherheit, was als nächstes passieren wird und ein Gefühl der Einheit.

Wie sind deine Erfahrungen mit Ansagen im Worship, was ist dein Stil?

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Gott wirkt Wunder beim Worship!

Letzten Samstag war wieder Ylistys-päivä (Worship-Day) in Lahti (Finnland). Dieses Mal war ich zusätzlich bei den vorbereitenden Gebetstreffen mit dabei.

Die ersten beiden Gebetstreffen waren fast schon zu übernatürlich geführt. Wir hatten so viele Bibelstellen, Eindrücke und Träume, die zusammenpassten und sich ergänzten. Wir konnten nur noch staunen und gemeinsam in dieselbe Richtung hineinbeten. Wir spürten, dass wir geistlich etwas aufgebrochen hatten. Dies bekamen wir dann auch in den kommenden Wochen zu spüren. Viele von uns schliefen sehr schlecht, waren ungewöhnlich gereizt, oder sahen sich mit anderen Herausforderungen konfrontiert.

Am Worshipday selbst war ich (zum zweiten Mal) die erste Person, die den Tag eröffnete. Kurz davor kriegte ich starke Kopfschmerzen. Meine Frau betete für mich und das Kopfweh verschwand. Während der Session fühlte ich mich wie ein Bulldozer, der den Weg für die anderen Worship-Bands ebnete. Es waren noch nicht so viele Leute da, aber das störte mich nicht. Ich war voll in der Anbetung und die Anwesenden auch immer mehr.

Dann kam es zum Lied: Way Maker. Ich spürte, wie Gott mir sagte, dass ich die Leute zum Aufzustehen ermutigen soll, um ein gemeinsames Zeichen zu setzen in der sichtbaren und auch unsichtbaren Welt. Ein Zeichen, dass Gott der Wegbereiter, und der Gott der Wunder ist. Als das geschah, spürte ich einen Durchbruch.

Auch konnte ich ein Lied zum ersten Mal ausprobieren, dass Gott mir geschenkt hat. Ich hoffe, dass dieses bald als Single rauskommen wird.

Nach der Session kam das Kopfweh leider wieder zurück, verschwand dann am Abend jedoch wieder.

Auch durfte ich meinen Freund Mikko in seiner Session am Bass unterstützen und es war so schön zu sehen, wie wir den Durchbruch von zuvor einfach nutzen konnten.

An diesem Tag passierte so einiges. Dass die Einheit der Christen an diesem Tag gestärkt wurde war nur eines der Wunder. Auch kamen einige Leute, die dafür bekannt sind, Drogen zu nehmen. Sie empfingen Liebe, Annahme, Gebet und ein paar sogar Heilung.

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Exzellenter oder perfekter Worship?

Was ist eine angemessene Anbetung für Gott? Muss es eine professionelle Band sein, die die Gemeinde in den Lobpreis leitet? Oder ist es auch ok, wenn der Lobpreisleiter nur drei Akkorde, und diese nicht einmal besonders gut, spielen kann? Die Israeliten brachten Gott in Form von Opfern Anbetung dar. Ein gesundes, kräftiges Schaf zum Beispiel war ein angemessenes Opfer für Gott. Doch nicht immer brachten sie angemessene Opfer dar. Manchmal musste Gott sie darauf aufmerksam machen, dass sie «billige» Opfer darbrachten. So lesen wir in Maleachi 1,8:

«Wenn ihr mir als Opfer ein blindes Tier darbringt, denkt ihr: ‘Das ist nicht so schlimm!’ Und wenn es ein lahmes oder krankes ist, meint ihr: ‘Das macht nichts!’ Bietet ein solches Tier doch einmal eurem Statthalter an! Ich, der HERR, der allmächtige Gott, frage euch: Glaubt ihr wirklich, er würde zufrieden mit euch sein und die Gabe freundlich annehmen?»

Hier geht es eigentlich nicht um die Opfertiere, sondern um die Haltung hinter dem Opfer. Die angesprochenen Israeliten wären ohne weiteres in der Lage gewesen, ein gesundes, kräftiges Opfertier darzubringen. Aber Gott war es ihnen nicht wert! Sie fanden, dass auch ein krankes Tier für IHN gut genug sei und behielten die gesunden lieber in ihrer Herde.

Wir bringen Gott heute keine Opfertiere mehr dar. Aber als seine Kinder beten wir ihn immer noch an mit unserem Leben. Wie ist deine Haltung gegenüber deinem Gott? Gibst du ihm das Beste von deinem Leben, oder darf er noch den «Rest» haben, den du nicht mehr brauchst? Wenn du ein Lobpreismusiker bist: «Gibst du dein Bestes, deine Fähigkeiten zu entwickeln, um ihn damit zu ehren?» Das würde z.B. konkret bedeuten, dass du dir täglich feste Zeiten einplanst, um dein Instrument zu üben. Vielleicht brauchst du Unterricht, um weiter zu kommen. Oder du gehst an ein Worship-Seminar, um dich für deinen Anbetungsdienst inspirieren zu lassen.

Wenn du also als Lobpreismusiker noch ganz am Anfang stehst, dann mach dir keine Gedanken, wenn deine Songs (noch) nicht so klingen wie die von Matt Redman oder Tim Hughes. Überleg dir aber, wie du dich weiter entwickeln kannst. Denn es ehrt Gott, wenn du Zeit investierst, um ihn anzubeten.

Exzellenter Worship bedeutet, das Beste für Gott zu geben, was du zu bieten hast.

Matthias ist leidenschaftlicher Lobpreisleiter und gibt Gott mit seinem Talent die Ehre.
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Warum ist Worship anders?

Von Kurzem erhielt ich eine Anfrage von einer Person, die selbst auch Worship macht. Die Frage war, ob ich an einem christlichen Event ein paar Lieder spielen und singen könnte. Es sollte einfach maximal 20 Minuten gehen.

Warte einmal: Lieder spielen…!?

Ich verstehe, was sie damit gemeint hat. Trotzdem erinnerte mich diese Anfrage an meine Schulzeit zurück, in der wir „Lieder sange$n“. In unseren Kirchen singen wir schon Lieder, aber ist es nicht noch viel mehr als das? Ich frage mich gerade zu welchem Zeitpunkt Worship/Anbetung/Lobpreis in unseren Kirchen zu einem „Lieder singen“ geworden ist? Ist mit Worship nicht eine ganzheitliche Anbetung gemeint? Das sogar auch anders als mit Musik ausgedrückt werden kann.

In Johannes 4,24 sagt Jesus selbst, dass wir ihn „im Geist und in der Wahrheit anbeten“ (Schlachter 2000 Übersetzung) sollen. Das Wort für „Geist“ ist im griechische mit „pneuma“ übersetzt, was oft für den Heiligen Geist und in diesem Fall speziell für „Vater Geist“ oder „Geist Gottes“ verwendet wird. Die Wahrheit ist nach Johannes 14,6 eine Person: Jesus. Wir sollen Gott also im Heiligen Geist und in Jesus (oder seinem Stellvertreter hier auf Erden, also dem Heiligen Geist) anbeten.

Worship/Anbetung/Lobpreis ist also viel mehr als nur ein „Lieder singen“. Es passiert etwas auf einer geistlichen Ebene. Anders ausgedrückt ist es geistliche Kampfführung (und das schreibt hier gerade jemand der in einer konservativen Freikirche aufgewachsen ist). Es ist also nicht etwas, was wir sehen, sondern es verändert sich etwas in der unsichtbaren Welt. Das kann für dich jetzt etwas Neues sein und wir stellen uns gerne zur Verfügung, um dir das genauer zu erklären, was wir damit meinen.

Der Heilige Geist soll uns leiten in diesem Moment der Anbetung (wobei ich Anbetung mehr als einen Lebensstiel sehe, als nur 20min an einem Sonntagmorgen. Natürlich geht das innerhalb einer Zeit (auch von 20 Minuten). Wenn aber der Heilige Geist wirkt, dann sollten wir auch die Grösse haben und ihn nicht daran hindern und je nach dem einfach weiter zu „worshippen“, solange es dann auch gehen mag.

Actionstepp:
Eine vielleicht provokante Frage, die ich mir selbst auch immer wieder stelle: Singen/spielen wir noch Lieder, oder beten wir schon an?

Schreibe doch deine Meinung dazu gerne in die Kommentare.

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Wo & Wann beginnt Worship?

„Jesus erwiderte: ‚Glaube mir […], es kommt eine Zeit, wo ihr den Vater weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet. […] Gott ist Geist, und die, die ihn anbeten wollen, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten“ (Johannes 4,21.24).

Auf die Frage, Wo man Gott anbeten soll, gibt Jesus hier eine klare Antwort: im Geist. Jetzt magst du sagen, das sei kein Ort… Auf jeden Fall ist es kein physischer Ort. Aber Gott ist ja auch nicht (nur) physisch. Der Ort der Anbetung ist also nicht an eine Örtlichkeit wie hier auf einem Berg oder in einer bestimmten Stadt gebunden. Es geschieht viel mehr im Geist.
Anbetung sollte also nicht nur in unseren Kirchen stattfinden, oder sogar erst dann, wenn wir Leute in die Anbetung (im Geist) anleiten! Wir können die Leute nicht an einen Ort führen (auch wenn er im Geist ist), an dem wir selbst nicht sind!
Aber wann beginnt die Anbetung?

„Früh am Morgen, als es noch völlig dunkel war, stand Jesus auf, verließ ´das Haus` und ging an einen einsamen Ort, um dort zu beten“ (Markus 1,35).

Für Jesus begann das An-Beten bereits früh am Morgen. Noch bevor er irgendetwas anderes getan hatte, pflegte er zuerst seine wichtigste Beziehung: seine Beziehung mit Gott. Ich kann mir gut vorstellen, dass er täglich so früh aufstand, um Zeit mit seinem Vater zu verbringen.
Anbetung beginnt nicht erst, wenn wir in die Kirche hineinlaufen oder sogar erst dann, wenn wir Leute in die Anbetung leiten. Es beginnt an dem Ort zu der Zeit, wo wir gerade sind (und am Besten noch, bevor wir auf eine Bühne stehen).

You can not worship on sunday, when you not worship on monday!
– Ben Fitzgerald –

Actionstepp:
Plane dir täglich eine Zeit ein, in der du einfach Gott anbetest. Dies wird dir helfen, Anbetung in deinem Leben zu kultivieren.

Schreibe doch deine Erfahrungen, wie sich deine Anbetung verändert hat, seitdem du Jesus persönlich täglich anbetest, in die Kommentare 🙂